2. Bayerischer E-Health-Kongress „Vom Reden zum Machen“: Holetschek fordert mehr Mut zum Handeln

Von Johannes Kapfer Lesedauer: 4 min |

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Am 12. Juli fand im Kongress am Park in Augsburg der 2. Bayerische E-Health-Kongress statt. Etwa 550 Fachbesucherinnen und Fachbesucher informierten sich hier über die neuesten Healthcare-Trends und Projekte aus dem Freistaat.

Auf dem 2. Bayerischen E-Health-Kongress in Augsburg wurden zahlreiche Innovationen aus den Bereichen Healthcare und Pflege vorgestellt.
Auf dem 2. Bayerischen E-Health-Kongress in Augsburg wurden zahlreiche Innovationen aus den Bereichen Healthcare und Pflege vorgestellt.
(© Johannes Kapfer)

Das Gesundheitswesen befindet sich seit einiger Zeit im digitalen Wandel. KIM, ePa und KHZG sind dabei nur einige von vielen Schlagworten, die am 12. Juli auf dem 2. Bayerischen E-Health-Kongress im Augsburg diskutiert wurden.

Bayerischer E-Health-Kongress 2023
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Auf dem Kongress, der im Augsburger Kongress am Park stattfand, waren neben rund 550 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern auch eine Vielzahl an Ausstellern vertreten, die ihre Projekte und Initativen dem interessierten Fachpublikum präsentierten.

„Wir sind europaweit nur noch auf Platz 6 – hinter Spanien“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) betonte im Rahmen seiner Eröffnungsrede, dass man die Chancen der Digitalisierung in Gesundheit und Pflege entschlossen ergreifen müsse, um die Versorgung für die Patientinnen und Patienten weiterhin zu verbessern. Weiterhin mahnte er an, dass Deutschland noch großen Nachholbedarf in diesen Bereichen habe und mittlerweile im europäischen Vergleich „nur“ noch auf Platz sechs rangiere. Er würde persönlich „radikaler an die Sache herangehen“ und beispielsweise eine Steuerfreiheit auf bestimmte Einkommen begrüßen, um den Beruf in der Pflege wieder attraktiv zu gestalten.

„Ich bin überzeugt davon, dass E-Health und E-Care die Medizin und die Versorgung in der Pflege entscheidend positiv beeinflussen können, um beispielsweise Pflegekräfte zu entlasten. Für eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung auch in ländlichen Regionen ist die Digitalisierung besonders wichtig. Digitale Prozesse entlasten und schaffen mehr Zeit für andere Aufgaben. Sie verbessern das, worauf es am meisten ankommt: die Versorgungsqualität und die Patientenzufriedenheit“, ergänzte Holetschek.

Im weiteren Verlauf seiner Impulsrede führte Holetschek aus: „Wir müssen das Thema Digitalisierung mit seinen Chancen und Risiken richtig anpacken und nicht nur die technische Seite betrachten. Deshalb möchte ich auch diejenigen ansprechen, die Bedenken haben, wenn wir neue technische Lösungen in einem so sensiblen Bereich wie Gesundheit und Pflege anwenden: Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.“ Man müsse daher auch im Healthcare-Bereich das „window of opportunity nutzen“, mehr Mut zur Handlungsbereitschaft zeigen und – gemäß dem Motto des Kongresses – vom „Reden zum Machen“ gelangen.

Auf der nächsten Seite: Diese Unternehmen und Projekte waren auf dem 2. Bayerischen E-Health-Kongress vertreten.

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