Ausbildungsprogramm der KVWL geht in die dritte Runde Arztpraxen: Digi-Manager steuern die Digitalisierung

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die KVWL bildet seit 2023 Digi-Manager für Arztpraxen aus und berichtet jetzt von durchweg positiven Rückmeldungen – ein Überblick zum Programm und Stimmen aus der Praxis.

Dr. Max Tischler, Dermatologe in Dortmund, und Digi-Managerin Laura Turnschek – mehr Zeit für Patienten dank digitaler Praxis.(Bild:  KVWL)
Dr. Max Tischler, Dermatologe in Dortmund, und Digi-Managerin Laura Turnschek – mehr Zeit für Patienten dank digitaler Praxis.
(Bild: KVWL)

Für die Digitalisierung brauchen Arztpraxen neben der Technik auch internes Know-how. Sollte es dafür Digitalisierungsbeauftragten in den Praxen geben? Ja – sagt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und hat dafür auch ein Programm entwickelt: Der Lehrgang „Digi-ManagerIn“ ist für nichtärztliche Fachkräfte konzipiert und läuft seit dem 8. September schon in der dritten Runde. In diesem Weiterbildungskurs lernen die Teilnehmenden, anhand eines digitalen Reifegradmodells zunächst den Digitalisierungsstand ihrer Praxis zu ermitteln und daraus dann individuelle Strategien und Projekte abzuleiten. Mit der digitalen Musterpraxis (dipraxis) steht zudem eine praxisnahe Lernumgebung bereit.

Das im Programm genutzte digitale Reifegradmodell hat die KVWL zusammen mit der Universität Witten/Herdecke entwickelt. Das Modell bewertet den Digitalisierungsgrad einer Arztpraxis in einer fünfstufigen Skala anhand von 50 Kriterien in den Kategorien: Unternehmenssteuerung, Infrastruktur, Behandlung und Therapie, Patientenlenkung sowie Administration.

Seit dem Start des Programms 2023 wurden bereits über 120 Digi-Manager und -Managerinnen ausgebildet, wie die KV berichtet. „Die Rückmeldungen aus den ersten beiden Jahrgängen waren durchweg positiv“, sagt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVWL Anke Richter-Scheer. „Ich selbst habe in meiner Praxis eine Digi-Managerin und möchte sie definitiv nicht mehr missen“.

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Zitiert wird auch Dr. Max Tischler. Der Facharzt für Dermatologie und Allergologie aus Dortmund hat, wie er berichtet, seine Praxis komplett digital aufgestellt und wollte dabei auch das Team mitnehmen: „Niemand sollte abgehängt werden“. Und hier kam die Digi-Managerin ins Spiel. „Unsere Digi-Managerin Laura Turnschek ist dabei ein perfektes Bindeglied. Sie hat zudem immer die neuesten Entwicklungen im Auge, so können wir unsere Prozesse bei Bedarf zügig anpassen. Meiner Meinung nach sollte jede Praxis eine Digi-Managerin haben!“, so Tischler.

„Unser Wunsch war es, möglichst papierlos durch den Arbeitsalltag zu kommen“ – und so mehr Zeit für wichtige Aufgaben, für die Patienten zu haben, erläutert Laura Turnschek, daher nutze man viele verschiedene Online-Tools, um die Prozesse möglichst effektiv zu halten. „Der Kurs gibt einen guten Überblick über mögliche Anwendungen und Tools. Im praktischen Teil kann man die digitalisierten Angebote dann auch direkt live in einer volldigitalisierten Musterpraxis der KVWL testen“, so Turnschek weiter.

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