Bitkom-Erhebung Arzttermine online buchen – das neue Normal

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Termine in Arztpraxen werden immer häufiger online vereinbart, eine aktuelle Bitkom-Umfrage weist einen weiteren Anstieg aus. Vorn dabei: kommerzielle Plattformen.

Arzttermine online zu buchen, ist für die meisten inzwischen selbststverständlich, nur noch 18 Prozent lehnen die digitale Terminvergabe grundsätzlich ab. (Bild: ©  Kecebong Anyut - stock.adobe.com / KI-generiert)
Arzttermine online zu buchen, ist für die meisten inzwischen selbststverständlich, nur noch 18 Prozent lehnen die digitale Terminvergabe grundsätzlich ab.
(Bild: © Kecebong Anyut - stock.adobe.com / KI-generiert)

Arzttermine telefonisch zu buchen ist schwierig geworden, oft braucht es mehrere Anläufe, bis man jemanden erreicht; dafür ist im eigenen Arbeitsalltag kaum Zeit. Online-Buchungen bieten hier die Lösung – und sie werden immer beliebter, das zeigt eine aktuelle Erhebung des Digitalverbands Bitkom e. V. Demnach haben 64 Prozent schon mindestens einmal einen Arzttermin online vereinbart gegenüber 36 Prozent im Jahr 2023. Weitere 16 Prozent können sich eine künftige Nutzung vorstellen.

Für die Erhebung wurden 1.145 Personen in Deutschland ab 16 Jahren zwischen KW 38 und KW 43 2025 telefonisch befragt: „Haben Sie schon einmal einen Arzttermin im Internet vereinbart oder können Sie sich vorstellen, dies künftig zu tun?“ und „Welche Vorteile sehen Sie bei einer digitalen Terminvergabe?“

Die zeitliche Unabhängigkeit von den Praxisöffnungszeiten spielte dabei die größte Rolle, sie wurde von 84 Prozent der Befragten, die Online-Termine nutzen oder sich das vorstellen können, als Vorteil gesehen. Als weitere Vorteile wurden genannt:

  • flexible Auswahl an Terminen (58 Prozent),
  • automatische Terminerinnerungen (43 Prozent),
  • die bessere Verfügbarkeit kurzfristiger Termine (37) sowie
  • die Möglichkeit, Termine online einfach abzusagen oder zu verschieben (26 Prozent).

Besonders verbreitet ist die Buchung über Terminplattformen spezialisierter Anbieter wie zum Beispiel Doctolib, Jameda oder Clickdoc. 58 Prozent der Befragten gaben an, davon Gebrauch zu machen. Ein Viertel der Befragten hat aber auch Termine über die Website der Arztpraxen gebucht, also per Mail oder Online-Formular (Es waren Mehrfachnennungen möglich).

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht die digitale Terminvergabe als ein wichtiges Instrument für eine effizientere Gesundheitsversorgung. „Digitale Prozesse reduzieren den Aufwand in den Arztpraxen, sparen für alle Beteiligten Zeit und verbessern den Zugang zur medizinischen Versorgung.“

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