Innovation Forum Medizintechnik Auf dem Weg zum „intelligenten Implantat“

Quelle: Pressemitteilung Medical Mountains 2 min Lesedauer

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„Wir möchten am Puls der Technologieentwicklung sein“, lautet der Anspruch von Prof. Dr. mult. Florian M. Thieringer: Der Chefarzt am Universitätsspital Basel reflektiert am 17. Oktober beim 16. Innovation Forum Medizintechnik in seiner Keynote Durchbrüche in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – und was es braucht, um zum „intelligenten Implantat“ zu gelangen.

„Der Planungsprozess ist schon Teil des OP-Prozesses“, sagt Prof. Dr. mult. Florian M. Thieringer (rechts im Bild): Beim 16. Innovation Forum beleuchtet der Chefarzt am Universitätsspital Basel in seiner Keynote, welche Durchbrüche in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie dank KI und 3D-Technologien erzielt werden können.(©  DTC_USB)
„Der Planungsprozess ist schon Teil des OP-Prozesses“, sagt Prof. Dr. mult. Florian M. Thieringer (rechts im Bild): Beim 16. Innovation Forum beleuchtet der Chefarzt am Universitätsspital Basel in seiner Keynote, welche Durchbrüche in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie dank KI und 3D-Technologien erzielt werden können.
(© DTC_USB)

Ein schwerer Unfall, eine schwere Schädelfraktur. Bei der Versorgung des Patienten ist Zeit der kritische Faktor. Sowohl, was die Bereitstellung eines individualisierten Implantats, als auch die Dauer der Operation anbelangt. In diesen Bereichen haben sich in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte ergeben, haben sich Visionen zur neuen Realität verwandelt. Davon berichtet Florian M. Thieringer, Chefarzt am Universitätsspital Basel, beim Innovation Forum Medizintechnik am 17. Oktober in seiner Keynote. Er denkt jedoch schon darüber hinaus: an das „ideale – intelligente Implantat“.

KI und 3D-Druck treiben den Fortschritt an

Den Weg ebnet zum einen künstliche Intelligenz. Sie unterstützt nicht nur bei der Gestaltung der perfekten Form, indem z. B. berechnet werden kann, welche Kräfte wo auf das patientenspezifische Implantat einwirken. Mit ihr lassen sich auch die Heilung simulieren, Risiken und Gefahren noch vor dem eigentlichen Eingriff erkennen. „Der Planungsprozess“, sagt Thieringer, „ist schon Teil des OP-Prozesses.“ Zum anderen ist additive Fertigung entscheidend. Das Universitätsspital Basel verfügt über ein eigenes 3D Print Lab und beherbergt im nahegelegenen Switzerland Innovation Park Allschwil am Department of Biomedical Engineering (DBE) die Medical Advanced Manufacturing Research Group (Swiss MAM). Erkenntnisse werden dort im Gegenstromprinzip gewonnen. Die klinische Praxis nimmt direkt und unmittelbar Einfluss auf die Technologieentwicklung; neue Technologien werden sondiert, inwiefern sie in der klinischen Praxis hilfreich sein können. Was ebenso bedeutet, dass neue Kompetenzen aufgebaut werden müssen. Dies geschieht am Universitätsspital und an der Universität Basel im Studiengang „Biomedical Engineering“. „Die Studierenden profitieren vom Zugang zur Klinik und sind bei der Forschung ganz vorn dabei“, berichtet Thieringer. Sie beherrschen das Alphabet der Anatomie ebenso wie das Einmaleins von Lasertechnik, 3D-Druck oder Robotik. Medizin und Ingenieurwissenschaften wachsen immer enger zusammen.

Vor diesem Hintergrund sind Partner aus der Industrie stets willkommen, um gemeinsam „Technologie zu den Patienten zu bringen“ – was auch die Motivation gut umreißt, mit der Thieringer zum Innovation Forum Medizintechnik kommt. In den Dialog gehen, frische Ideen kennenlernen, Expertise vertiefen. Denn vielleicht findet sich an diesem Tag der eine entscheidende Kontakt, um dem intelligenten Implantat ein Stück näher zu kommen.

Das 16. Innovation Forum Medizintechnik findet am 17. Oktober von 9 bis 18 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen statt. Veranstalter sind Technology Mountains e.V., Medical Mountains GmbH und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation Devicemed.

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