Fördermittel für das Projekt UNLOOC Biochips für Medikamentenentwicklung

Von Natalie Ziebolz 1 min Lesedauer

Thüringen investiert in die Zukunft der Medikamentenentwicklung: Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergab in Jena Fördermittel in Höhe von einer Million Euro an zwei Unternehmen, die im Rahmen des EU-Projekts UNLOOC an der Entwicklung innovativer Biochips arbeiten. Diese Technologie könnte die Durchführung klinischer Studien revolutionieren und Tierversuche weitgehend ersetzen.

Dadurch das Biochips die Stoffwechselfunktionen des menschlichen Körpers abbilden können, könnten sie für den Tet von Medikamenten eingesetzt werden.(Bild:  Артур Комис – stock.adobe.com)
Dadurch das Biochips die Stoffwechselfunktionen des menschlichen Körpers abbilden können, könnten sie für den Tet von Medikamenten eingesetzt werden.
(Bild: Артур Комис – stock.adobe.com)

Thüringen setzt auf Fortschritt in der biotechnologischen Forschung: Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee überreichte Jena Fördermittel in Höhe von insgesamt einer Million Euro an die Unternehmen Microfluidic ChipShop und Carl Zeiss Microscopy. Diese Unterstützung ist Teil des EU-weiten Projekts UNLOOC, das sich der Entwicklung von Biochips widmet, die lebende Zellen und Organe simulieren können.

Das Projekt UNLOOC, das im Rahmen der EU-Initiative „Chips Joint Undertaking“ mit insgesamt 68,6 Millionen Euro gefördert wird, hat zum Ziel, sogenannte Organ-on-Chip-Systeme zur Marktreife zu bringen. Diese Systeme kombinieren Ingenieurswissenschaften und Biotechnologie und ermöglichen die Nachbildung menschlicher Organe auf einem Chip. Dies geschieht durch hauchdünne Flüssigkeitskanäle, die winzige Zellkulturkammern mit Nährstoffen und Signalstoffen versorgen. In diesen Kammern befinden sich menschliche Stammzellen, die sich je nach Signalstoff in verschiedene Zelltypen des menschlichen Körpers verwandeln können.

„UNLOOC stärkt Thüringens Kompetenzen an der Schnittstelle von Mikroelektronik, Sensorik und Biotechnologie“, betonte Wirtschaftsminister Tiefensee bei Auftaktveranstaltung. Die erfolgreiche Integration der Organ-on-Chip-Technologie in die Arzneimittelentwicklung könnte die Durchführung klinischer Studien und die Zulassung neuer Medikamente revolutionieren. Zudem würde der Ansatz helfen, Tierversuche erheblich zu reduzieren. „Das Potential für eine wirtschaftliche Verwertung ist hoch, allerdings muss die EU dafür den richtigen regulatorischen Rahmen setzen“, fügte der Minister hinzu.

Seit 2018 wurden durch die EU-Initiative „Chips Joint Undertaking“ und deren Vorgängerprogramme KDT („Key Digital Technologies“) und ECSEL („Electronic Components and Systems for European Leadership“) insgesamt 14 Projekte mit Thüringer Beteiligung unterstützt. Die Expertise Thüringens im Bereich Mikroelektronik und Mikrosensorik konzentriert sich dabei vor allem auf die Standorte Erfurt, Jena und Ilmenau.

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