Bundesgesundheitsministerium Erwartungen, Forderungen und Wünsche an Nina Warken

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Mit leichter Verspätung konnte Nina Warken am 7. Mai 2025 das Amt der Bundesgesundheitsministerin von ihrem Vorgänger Prof. Dr. Karl Lauterbach übernehmen. Zum Amtsantritt wünschte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete einen Dialog auf Augenhöhe, doch auch in der Industrie werden erste Wünsche an Warken laut.

Zur Amtsübergabe durch Prof. Dr. Karl Lauterbach an die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gab es Blumen – und einen kleinen Strauß an Forderungen aus dem E-Health-Sektor.(Bild:  BMG/Jan Pauls)
Zur Amtsübergabe durch Prof. Dr. Karl Lauterbach an die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gab es Blumen – und einen kleinen Strauß an Forderungen aus dem E-Health-Sektor.
(Bild: BMG/Jan Pauls)

Dirk Wolters, Geschäftsführer der NeTec GmbH

Dirk Wolters(©  NeTec)
Dirk Wolters
(© NeTec)

„Die Berufung von Nina Warken zur Bundesgesundheitsministerin hat sicherlich überrascht – nicht zuletzt, weil im Vorfeld andere Namen gehandelt wurden. In Fachkreisen wird vereinzelt kritisiert, es fehle ihr an dem oft zitierten ‚Stallgeruch‘ für das Amt. Dabei könnten Führungsstärke, ein strukturiertes Vorgehen und die Fähigkeit, die Expertise der über 700 Mitarbeitenden im Ministerium konstruktiv einzubinden, weit entscheidender sein.

Ich wünsche mir, dass Frau Warken die Chance nutzt, mit einer sektorübergreifenden Reform bestehende Zweifler mitzunehmen, die überbordende Bürokratie im Sinne der Versorgung deutlich reduziert – und dabei die dringend notwendige Digitalisierung mit klarem Blick für Informationssicherheit und deren Finanzierung vorantreibt.“

Dr. Christoph Viebig, Head of Strategy der CKM Group

„Mit Nina Warken übernimmt eine unvoreingenommene Persönlichkeit das Gesundheitsressort der neuen Bundesregierung – eine Chance für neue Impulse und Lösungen in der Gesundheitsversorgung. Besonders wichtig ist jetzt der Ausbau digitaler und hybrider Angebote, etwa in Vorsorge, Labordiagnostik, Suchterkrankungen oder der Krebsfrüherkennung. Modelle, die den Zugang zu Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und Laboren digital wie physisch ermöglichen, bieten großes Potenzial für Effizienz und Versorgungsqualität.

Frau Warken kann nun die Weichen für eine zukunftsfähige, bezahlbare und patientenzentrierte Versorgung stellen – ich hoffe, sie nutzt diese Chance mutig.“

Julian Simon, Geschäftsführer TeleClinic

Julian Simon(Bild:  TeleClinic GmbH)
Julian Simon
(Bild: TeleClinic GmbH)

„Der Amtsantritt von Nina Warken als neue Gesundheitsministerin bietet die Chance, Telemedizin endlich als feste Versorgungsebene im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren. Um dem drohenden Versorgungsengpass aktiv zu begegnen, braucht es digitale Lösungen, die räumliche Grenzen überwinden und Versorgungslücken schließen. Ärztinnen und Ärzte müssen Telemedizin unkompliziert und ohne bürokratische Hürden anbieten können.Dafür brauchen wir gleichwertige, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, die Investitionssicherheit schaffen und konstruktiven Wettbewerb in der Branche fördern.“

Oliver Struckmeier, Geschäftsführer The Medical Network

„Nina Warken übernimmt das Amt der Bundesgesundheitsministerin ohne eine gesundheitspolitische Vergangenheit – genau darin liegt ihre Chance. Wer keine Altlasten mitbringt, sieht die Herausforderungen des Systems mit einem frischen Blick und kann dadurch neue Impulse setzen. Was es jetzt braucht, sind strukturelle Reformen und politischen Willen, digitale und datenbasierte Versorgung endlich zur Grundlage der modernen Gesundheitsversorgung zu machen. Die Vergangenheit hat gezeigt: für echten Fortschritt braucht es mutige Entscheidungen, und keine Fortführung alter Denkweisen.“

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