Einnahmen, Aufwendungen und Reinerträge Praxiserfolg? Studie zeigt, wie Arztpraxen 2023 wirtschaften

Von Serina Sonsalla 1 min Lesedauer

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Mehr Einnahmen bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn. 2023 brachte starke Unterschiede in den Reinerträgen – das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Arztpraxen 2023: Einnahmen um 1 Prozent , Aufwendungen um 5,8 Prozent gestiegen. Zahnarztpraxen verzeichnen ein stärkeres Einnahmeplus. (Bild:  © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025)
Arztpraxen 2023: Einnahmen um 1 Prozent , Aufwendungen um 5,8 Prozent gestiegen. Zahnarztpraxen verzeichnen ein stärkeres Einnahmeplus.
(Bild: © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025)

Den personellen und finanziellen Aufschwung erleben Arztpraxen in Deutschland sehr unterschiedlich – besonders vor zwei Jahren: Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat nun die genauen Werte für das Jahr 2023 im Verhältnis zum Vorjahr ermittelt. Darin konnten sie die Einnahmen, Aufwendungen und Reinerträge für Arzt-, Zahnarzt- und psychotherapeutische Praxen nachweisen.

Das Ergebnis zeigt sich für Zahnarztpraxen relativ vielversprechend: Denn sie erzielten einen deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Einnahmen – und zwar um 13,2 Prozent auf fast 900.000 Euro. Gleichzeitig mussten diese aber auch mehr in ihre Aufwendungen investieren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg der Aufwendungen um knapp 12 Prozent. Insgesamt ergibt das einen erhöhten Reinertrag pro Praxis, also eine Steigerung um etwa 17 Prozent auf 284.000 Euro.

Der Reinertrag spiegelt das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres einer Praxis wider. Aufwendungen für Praxisübernahmen sowie für Alters-, Invaliditäts-, Hinterbliebenen- und Krankenversicherungen der Inhaberinnen und Inhaber bleiben dabei unberücksichtigt. Wie sich das auf andere Praxisformen ausgewirkt hat, zeigt die Studie ebenfalls: Psychotherapeutische Praxen schnitten im Vergleich zu Zahnarztpraxen deutlich schwächer ab – sowohl die Einnahmen als auch die Aufwendungen sanken. Der Rückgang des Reinertrags ergab 2,3 Prozent – 86.000 Euro je Praxis.

Und zwischen diesen beiden Berufsgruppen liegen die Arztpraxen – sie bewegen sich in der Mitte: Lediglich ein Prozent mehr Einnahmen konnten Arztpraxen im Vergleich zu 2022 erzielen. Dabei stiegen die Aufwendungen je Praxis um knapp sechs Prozent. Insgesamt sank der Reinertrag um ebenfalls sechs Prozent – von 331.000 Euro im Jahr 2022 auf 310.000 im Jahr 2023. Diese Werte seien jedoch stark von Praxen mit hohen Einnahmen, Aufwendungen und Reinerträgen beeinflusst. Der Median zeige beispielsweise, dass die Hälfte aller Arztpraxen einen Reinertrag von höchstens 219.000 Euro verzeichnet.

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