Gesundheitsforschung: Zero-pollution cities Projekt PUREPOLIS für gesündere Städte

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

Für die individuelle Gesundheit spielt die Luftqualität eine wichtige Rolle. Ein neues Horizon-Europe-Projekt erforscht, wie Städte gesünder und lebenswerter werden können. Die Universität Augsburg bringt dabei ihre Expertise in agentenbasierter Modellierung ein.

Im Rahmen von PUREPOLIS soll u. a. ein Verfahren entwickelt werden, um Gesundheitsrisiken durch Umweltbelastungen besser einschätzen zu können.(Bild:  zamuruev - stock.adobe.com / KI-generiert)
Im Rahmen von PUREPOLIS soll u. a. ein Verfahren entwickelt werden, um Gesundheitsrisiken durch Umweltbelastungen besser einschätzen zu können.
(Bild: zamuruev - stock.adobe.com / KI-generiert)

„Stadtluft macht frei“, hieß es im Mittelalter. Heute macht sie oft krank: „Städtische Umweltverschmutzung ist eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit“, sagt Prof. Dr. Christoph Knote. Er leitet den Lehrstuhl für Model-based Environmental Exposure Science an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. Im neuen Forschungsprojekt PUREPOLIS will er gemeinsam mit Partnern aus ganz Europa eine Blaupause für gesunde, nachhaltige Stadtentwicklung in Europa entwickeln.

Dabei kommen vor allem digitale Werkzeuge zum Einsatz, etwa ein System, das die Herkunft von Luftschadstoffen fast in Echtzeit erkennen kann. Es soll zudem ein Verfahren für die genauere Einschätzung der Gesundheitsrisiken durch Umweltbelastungen entwickelt werden sowie eine digitale Hilfe, mit der Städte die jeweils passenden, wirksamsten Maßnahmen auswählen können.

Am Lehrstuhl für Model-based Environmental Exposure Science modelliert Prof. Dr. Christoph Knote komplexe Gesundheitswirkungen. (Bild:  Universität Augsburg, Lehrstuhl Prof. Knote)
Am Lehrstuhl für Model-based Environmental Exposure Science modelliert Prof. Dr. Christoph Knote komplexe Gesundheitswirkungen.
(Bild: Universität Augsburg, Lehrstuhl Prof. Knote)

Der Augsburger Lehrstuhl bringt dabei seine Expertise in der agentenbasierten Modellierung von Gesundheitswirkungen ein.

Damit können auch Veränderungen im täglichen Mobilitätsverhalten berücksichtigt werden. In Kombination mit Modellen zur Belastung durch Feinstaub, Ozon und Stickoxide sollen so realistischere Prognosen ermöglicht werden – als Entscheidungsgrundlage für die Kommunen. „Mit PUREPOLIS wollen wir Entscheidungsprozesse so verbessern, dass die effektivsten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung identifiziert und priorisiert werden können“, erläutert Prof. Knote. Gesundheitsfolgen müssten dazu integrativ und in Echtzeit berücksichtigt werden, auch mit Hilfe von Bürgerbeteiligung und digitalen Werkzeugen.

Über Purepolis

Das Projekt PUREPOLIS – Dynamic abatement strategies for maximized environmental and societal health in cities – ist auf drei Jahre angelegt und wird im Rahmen des EU-Forschungsförderprogramms Horizon Europe mit 5 Millionen Euro unterstützt. Koordiniert von Helmholtz Munich, arbeiten 19 Partnerinstitutionen aus ganz Europa im Projekt.

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