Unterstützung für Notfallsanitäter Telenotarzt wird in Sachsen-Anhalt „gut angenommen“

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In Sachsen-Anhalt läuft seit einem Monat das Pilotprojekt für Telenotärzte. Das erste Fazit nach über 50 Einsätzen fällt positiv aus.

Speziell qualifizierte Notärzte unterstützen von der Zentrale in Halle aus. Wenn ärztliches Eingreifen vor Ort erforderlich ist, wird aber auch weiterhin ein Notarzt zur Verfügung stehen. (© benjaminnolte – stock.adobe.com)
Speziell qualifizierte Notärzte unterstützen von der Zentrale in Halle aus. Wenn ärztliches Eingreifen vor Ort erforderlich ist, wird aber auch weiterhin ein Notarzt zur Verfügung stehen.
(© benjaminnolte – stock.adobe.com)

Das vor einem Monat gestartete Telenotarzt-Projekt im Süden Sachsen-Anhalts ist nach Angaben des Leiters des Rettungsdienstes in Mansfeld-Südharz, Mathias Rudzki, erfolgreich gestartet. „Das Projekt ist sehr gut gestartet und wird von den Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern auf der Straße wirklich gut angenommen“, sagte Rudzki auf Anfrage. Aktuell liege die Einsatzzahl des Telenotarztes bei circa drei Einsätzen am Tag. Insgesamt habe es seit Projektbeginn mehr als 50 Einsätze gegeben.

Telenotarzt als Rückgrat für ländliche und städtische Notfälle

Seit Anfang Oktober wird im Süden Sachsen-Anhalts ein neues Modell im Rettungsdienst erprobt – der sogenannte Telenotarzt. Von der Zentrale in Halle aus unterstützen die speziell qualifizierten Notärzte nicht-ärztliches Personal bei Rettungseinsätzen, ohne selbst vor Ort zu sein.

Ihnen werden in Echtzeit Vitaldaten der Patienten zur Verfügung gestellt, wie Blutdruck und EKG. Zudem haben sie aus der Entfernung Kontakt zum Rettungswagen und dessen Besatzung vor Ort, etwa per Video-Anruf. Der Telenotarzt wird zunächst in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Saalekreis und in der Stadt Halle getestet.

Innenministerin Tamara Zieschang erklärte zu Beginn des Modellprojekts, dass dieses bewusst sowohl städtische als auch insbesondere ländliche Rettungsdienstgebiete abdecke. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen demnach dazu beitragen, den Rettungsdienst weiter zu optimieren und zukunftsfähig aufzustellen.

Die Ministerin hob hervor, dass in Fällen, in denen ein persönliches ärztliches Eingreifen vor Ort erforderlich ist, weiterhin ein Notarzt zur Verfügung stehen wird, wodurch den Rettungsleitstellen eine besonders wichtige Rolle zukommt.

Das auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt kann verlängert werden. Laut Innenministerium versorgen in diesem Gebiet 52 Rettungswagen und zehn Notarzteinsatzfahrzeuge fast 560.000 Bürgerinnen und Bürger. Auch in anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hessen werden Telenotärzte bereits eingesetzt.

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