Definition Was macht das DZNE in der Gesundheitsforschung?

Von WinterTho 4 min Lesedauer

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Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, kurz DZNE, erforscht Krankheiten, die mit dem Abbau bzw. Verlust von Nervenzellen und deren Funktionen einhergehen – beispielsweise Parkinson oder Alzheimer-Demenz. Dabei verfolgt die Einrichtung eine translationale Strategie und vernetzt viele Forschungsbereiche.

Viele Foschungsprojekte am DZNE drehen sich um Demenzerkrankungen, die Parkinson-Krankheit ist ein weiteres wichtiges Thema.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Viele Foschungsprojekte am DZNE drehen sich um Demenzerkrankungen, die Parkinson-Krankheit ist ein weiteres wichtiges Thema.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Als eines der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung konzentriert sich das DZNE auf den Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen als Volkskrankheit. Hierbei steht mit der Neurodegeneration ein gemeinsames Hauptmerkmal im Mittelpunkt. Mit der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erhielt die Forschungseinrichtung die Aufgabe, für Mediziner sowie deren Patienten dagegen so schnell wie möglich neue Behandlungsoptionen zu entwickeln. Somit spielt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen bei Verbesserungen der Gesundheitsversorgung eine wichtige Rolle.

Zahlreiche Forschungsprojekte am DZNE drehen sich um Demenzerkrankungen als Hauptthema. Parkinson ist ebenfalls ein populäres Forschungsthema der Einrichtung. Darüber hinaus untersuchen die Experten des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen aber auch weitere Krankheiten. Dazu zählen seltenere Erkrankungsvarianten wie beispielsweise die amyotrophe Lateralsklerose, die unter der Bezeichnung ALS bekannt ist. Spezielle Auslöser und Risikofaktoren für verschiedene Krankheiten sind am DZNE genauso ein bedeutendes Thema.

Verbundene Forschungsbereiche am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen widmet sich einer translationalen Forschung. Hierbei stehen neben molekularen Mechanismen gleichzeitig die Patientenversorgung und die Pflege im Mittelpunkt. Die folgenden Forschungsbereiche sind am DZNE eng miteinander verbunden:

  • Grundlagenforschung
  • Systemmedizin
  • Versorgungsforschung
  • Klinische Forschung
  • Populationsforschung

Mit der starken Verbindung zwischen den unterschiedlichen Bereichen der DZNE-Forschung soll eine effiziente Entwicklung von Präventionsmaßnahmen, Therapien und Medikamenten ermöglicht werden. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen erleichtert den Informationsaustausch während der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen. Dadurch gelingt über einzelne Disziplinen hinweg eine enge Kooperation, die für schnelle Fortschritte bei den medizinischen Entwicklungen als wichtiger Erfolgsschlüssel gelten.

Externe DZNE-Partner und Praxiserfahrungen berücksichtigt

Bei der translationalen Forschung beschränkt sich das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen nicht nur auf einen internen Wissenstransfer unter den verschiedenen Forschungsbereichen. Denn es ist für die Strategie des Forschungszentrums entscheidend, zugleich mit vielen externen Partnern regelmäßig Wissen auszutauschen. Neben Experten aus anderen Forschungseinrichtungen sind insbesondere Universitäten bei Forschungsprojekten am DZNE einbezogen. Darüber hinaus gehören Kliniken zu den Partnern des Zentrums. Spezialisten aus der Pharmaindustrie sind beim Wissenstransfer ebenfalls beteiligt.

Für die Forschungskonzepte am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen ist es entscheidend, Praxiserfahrungen zu berücksichtigen. Beobachtungen aus der medizinischen Praxis bilden daher oft die Grundlage der wissenschaftlichen Studien, die das DZNE auf den Weg bringt. Häufig beobachten die Beteiligten zum Beispiel außergewöhnliche Phänomene im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen, die sich nur durch eine tiefgehende Forschung verstehen lassen. Mit dem starken Praxisbezug will das Forschungszentrum durch wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst praxistaugliche Empfehlungen für Mediziner entwickeln.

Ursachenforschung und Prävention

Bei der Untersuchung der Ursachen von neurodegenerativen Erkrankungen betrachten DZNE-Forscher nicht ausschließlich das Verhalten im späten Erwachsenenalter. Zusätzlich spielen weitere Altersgruppen für die Untersuchung der Risikofaktoren eine große Rolle. Die Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen befassen sich mit Ursprüngen der Volkskrankheiten, die beim Beginn der ersten Symptome bereits weit zurückliegen. Dabei richten die Spezialisten die Aufmerksamkeit auf Zeiträume, die Jahre oder teilweise sogar Jahrzehnte zurückreichen.

Mit Analysen zu den Auslösern wollen die DZNE-Experten erforschen, wie sich schon in einem relativ jungen Lebensalter die Weichen für das gesunde Altern stellen lassen. Somit rücken im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen neben den Therapiemöglichkeiten zugleich Optionen für die Vorsorge in den Mittelpunkt der Forschung. Bei vielen untersuchten Krankheiten machen DZNE-Forschungsergebnisse deutlich, dass Vorsorgemöglichkeiten bisher kaum ausgeschöpft sind und hierfür ein enormes Potenzial besteht. Das Forschungszentrum will mit berücksichtigten Risikofaktoren für die Prävention sinnvolle Handlungsempfehlungen zu medizinischen Präventionsmaßnahmen und günstigen Lebensgewohnheiten entwickeln, um einen möglichst hohen Anteil der Krankheitsfälle zukünftig zu vermeiden.

Koordination und Konzeption am DZNE

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen bündelt mit zahlreichen Standorten in ganz Deutschland die Expertise von vielen Beteiligten. Für die Koordination der Forschung spielt der DZNE-Verwaltungssitz in Bonn eine große Rolle. Außerdem gibt es unter anderem in der Bundeshauptstadt Berlin sowie in Witten und Göttingen Standorte des Zentrums. In Süddeutschland ist das DZNE in Tübingen, Ulm und München aktiv. Auch in Ostdeutschland ist das Forschungszentrum durch die Standorte Rostock/Greifswald, Magdeburg und Dresden stark vertreten.

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Mit zusammengestellten Konzepten arbeitet das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen auch auf eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung hin. Die Einrichtung untersucht hierfür unter anderem, wie der demographische Wandel die Häufigkeit der Krankheitsfälle und die Belastung des Gesundheitswesens beeinflusst. Mit gewonnenen Erkenntnissen entwickelt das DZNE neue Versorgungskonzepte, von denen Patienten nachhaltig profitieren sollen. Dabei spielen auch E-Health-Lösungen für die Unterstützung der Diagnosen und der Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen eine wichtige Rolle.

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