Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, kurz DZNE, erforscht Krankheiten, die mit dem Abbau bzw. Verlust von Nervenzellen und deren Funktionen einhergehen – beispielsweise Parkinson oder Alzheimer-Demenz. Dabei verfolgt die Einrichtung eine translationale Strategie und vernetzt viele Forschungsbereiche.
Viele Foschungsprojekte am DZNE drehen sich um Demenzerkrankungen, die Parkinson-Krankheit ist ein weiteres wichtiges Thema.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)
Als eines der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung konzentriert sich das DZNE auf den Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen als Volkskrankheit. Hierbei steht mit der Neurodegeneration ein gemeinsames Hauptmerkmal im Mittelpunkt. Mit der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erhielt die Forschungseinrichtung die Aufgabe, für Mediziner sowie deren Patienten dagegen so schnell wie möglich neue Behandlungsoptionen zu entwickeln. Somit spielt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen bei Verbesserungen der Gesundheitsversorgung eine wichtige Rolle.
Zahlreiche Forschungsprojekte am DZNE drehen sich um Demenzerkrankungen als Hauptthema. Parkinson ist ebenfalls ein populäres Forschungsthema der Einrichtung. Darüber hinaus untersuchen die Experten des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen aber auch weitere Krankheiten. Dazu zählen seltenere Erkrankungsvarianten wie beispielsweise die amyotrophe Lateralsklerose, die unter der Bezeichnung ALS bekannt ist. Spezielle Auslöser und Risikofaktoren für verschiedene Krankheiten sind am DZNE genauso ein bedeutendes Thema.
Verbundene Forschungsbereiche am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen widmet sich einer translationalen Forschung. Hierbei stehen neben molekularen Mechanismen gleichzeitig die Patientenversorgung und die Pflege im Mittelpunkt. Die folgenden Forschungsbereiche sind am DZNE eng miteinander verbunden:
Grundlagenforschung
Systemmedizin
Versorgungsforschung
Klinische Forschung
Populationsforschung
Mit der starken Verbindung zwischen den unterschiedlichen Bereichen der DZNE-Forschung soll eine effiziente Entwicklung von Präventionsmaßnahmen, Therapien und Medikamenten ermöglicht werden. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen erleichtert den Informationsaustausch während der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen. Dadurch gelingt über einzelne Disziplinen hinweg eine enge Kooperation, die für schnelle Fortschritte bei den medizinischen Entwicklungen als wichtiger Erfolgsschlüssel gelten.
Externe DZNE-Partner und Praxiserfahrungen berücksichtigt
Bei der translationalen Forschung beschränkt sich das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen nicht nur auf einen internen Wissenstransfer unter den verschiedenen Forschungsbereichen. Denn es ist für die Strategie des Forschungszentrums entscheidend, zugleich mit vielen externen Partnern regelmäßig Wissen auszutauschen. Neben Experten aus anderen Forschungseinrichtungen sind insbesondere Universitäten bei Forschungsprojekten am DZNE einbezogen. Darüber hinaus gehören Kliniken zu den Partnern des Zentrums. Spezialisten aus der Pharmaindustrie sind beim Wissenstransfer ebenfalls beteiligt.
Für die Forschungskonzepte am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen ist es entscheidend, Praxiserfahrungen zu berücksichtigen. Beobachtungen aus der medizinischen Praxis bilden daher oft die Grundlage der wissenschaftlichen Studien, die das DZNE auf den Weg bringt. Häufig beobachten die Beteiligten zum Beispiel außergewöhnliche Phänomene im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen, die sich nur durch eine tiefgehende Forschung verstehen lassen. Mit dem starken Praxisbezug will das Forschungszentrum durch wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst praxistaugliche Empfehlungen für Mediziner entwickeln.
Ursachenforschung und Prävention
Bei der Untersuchung der Ursachen von neurodegenerativen Erkrankungen betrachten DZNE-Forscher nicht ausschließlich das Verhalten im späten Erwachsenenalter. Zusätzlich spielen weitere Altersgruppen für die Untersuchung der Risikofaktoren eine große Rolle. Die Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen befassen sich mit Ursprüngen der Volkskrankheiten, die beim Beginn der ersten Symptome bereits weit zurückliegen. Dabei richten die Spezialisten die Aufmerksamkeit auf Zeiträume, die Jahre oder teilweise sogar Jahrzehnte zurückreichen.
Mit Analysen zu den Auslösern wollen die DZNE-Experten erforschen, wie sich schon in einem relativ jungen Lebensalter die Weichen für das gesunde Altern stellen lassen. Somit rücken im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen neben den Therapiemöglichkeiten zugleich Optionen für die Vorsorge in den Mittelpunkt der Forschung. Bei vielen untersuchten Krankheiten machen DZNE-Forschungsergebnisse deutlich, dass Vorsorgemöglichkeiten bisher kaum ausgeschöpft sind und hierfür ein enormes Potenzial besteht. Das Forschungszentrum will mit berücksichtigten Risikofaktoren für die Prävention sinnvolle Handlungsempfehlungen zu medizinischen Präventionsmaßnahmen und günstigen Lebensgewohnheiten entwickeln, um einen möglichst hohen Anteil der Krankheitsfälle zukünftig zu vermeiden.
Koordination und Konzeption am DZNE
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen bündelt mit zahlreichen Standorten in ganz Deutschland die Expertise von vielen Beteiligten. Für die Koordination der Forschung spielt der DZNE-Verwaltungssitz in Bonn eine große Rolle. Außerdem gibt es unter anderem in der Bundeshauptstadt Berlin sowie in Witten und Göttingen Standorte des Zentrums. In Süddeutschland ist das DZNE in Tübingen, Ulm und München aktiv. Auch in Ostdeutschland ist das Forschungszentrum durch die Standorte Rostock/Greifswald, Magdeburg und Dresden stark vertreten.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Mit zusammengestellten Konzepten arbeitet das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen auch auf eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung hin. Die Einrichtung untersucht hierfür unter anderem, wie der demographische Wandel die Häufigkeit der Krankheitsfälle und die Belastung des Gesundheitswesens beeinflusst. Mit gewonnenen Erkenntnissen entwickelt das DZNE neue Versorgungskonzepte, von denen Patienten nachhaltig profitieren sollen. Dabei spielen auch E-Health-Lösungen für die Unterstützung der Diagnosen und der Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen eine wichtige Rolle.