gesponsertDigitale Sicherheit 5 Maßnahmen gegen Cyberangriffe im Gesundheitswesen

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Gesundheitseinrichtungen werden immer häufiger zum Ziel von Cyberangriffen, was gravierende Folgen für die Patientenversorgung haben kann. AWS zeigt fünf zentrale Maßnahmen, um die digitale Sicherheit nachhaltig zu stärken und sich gegen die wachsende Bedrohung zu wappnen.

Im Cloud-Kontext lassen sich Gesundheitsdaten oft besser absichern und schützen, als dies im On-Premises-Betrieb möglich ist.(©  leowolfert - stock.adobe.com)
Im Cloud-Kontext lassen sich Gesundheitsdaten oft besser absichern und schützen, als dies im On-Premises-Betrieb möglich ist.
(© leowolfert - stock.adobe.com)

Fast jeden achten Tag ein Cyberangriff – diese beunruhigende Bilanz zeigt eine aktuelle Studie von Proofpoint und dem Ponemon Institute für das Gesundheitswesen. Die Zahlen sind alarmierend: In einem Zeitraum von zwölf Monaten wurden 89 Prozent aller Gesundheitseinrichtungen durchschnittlich 43-mal zur Zielscheibe von Cyberkriminellen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen wächst die Angriffsfläche für Cyberkriminelle stetig. Besonders die sensiblen Patientendaten in elektronischen Gesundheitsakten locken immer mehr professionelle Hackergruppen an.

Die Auswirkungen dieser digitalen Attacken sind dabei keineswegs nur virtuell. Sie haben direkte Folgen für die Patientenversorgung: Mehr als jede zweite betroffene Einrichtung musste Behandlungen und Untersuchungen verschieben. Bei der Hälfte der angegriffenen Organisationen kam es sogar zu erhöhten Komplikationsraten bei medizinischen Eingriffen. Angesichts der gewaltigen Datenmengen, die moderne Krankenhäuser produzieren – das World Economic Forum sprach 2019 bereits von 50 Petabyte pro Jahr – wird der Handlungsbedarf deutlich.

Fünf Säulen der Cybersicherheit

Doch wie können sich Gesundheitseinrichtungen gegen die wachsende Bedrohung wappnen? Die Erfahrung zeigt, dass vor allem fünf zentrale Maßnahmen die digitale Sicherheit nachhaltig stärken:

  • 1. Dokumentierte Sicherheitsrichtlinien: Eine klar formulierte und leicht zugängliche Cybersecurity-Policy bildet ein gutes Fundament. Sie definiert verbindliche Standards und Verantwortlichkeiten für alle Mitarbeitenden.
  • 2. Einzigartige Zugangsdaten: Besonders im Umgang mit sensiblen Patientendaten ist die Verwendung individueller, komplexer Passwörter für jeden Login unerlässlich. Dies verhindert, dass Angreifer durch eine einzelne kompromittierte Zugangskombination weitreichenden Systemzugriff erlangen.
  • 3. Präzise Rechteverwaltung: Die Vergabe von Systemrechten sollte streng nach dem „Need-to-know“-Prinzip erfolgen. Regelmäßige Überprüfungen und eine genaue Dokumentation neuer Berechtigungen sind dabei essenziell.
  • 4. Cloud-basierte Backup-Strategien: Cloud-Backups bieten einen zusätzlichen Schutzwall gegen Datenverlust und verbessern die Wiederherstellbarkeit im Ernstfall. Sie machen es Angreifern deutlich schwerer, Daten unwiederbringlich zu löschen.
  • 5. Positive Sicherheitskultur: Eine moderne Cybersicherheitsstrategie basiert auf einer unterstützenden Unternehmenskultur. Statt auf Schuldzuweisungen sollte der Fokus darauf liegen, das Sicherheitsbewusstsein zu stärken und kontinuierlich dazuzulernen.

Cybersicherheit als ganzheitliche Aufgabe

Die jüngsten Analysen der European Union Agency for Cybersecurity (ENISA) verdeutlichen die Dringlichkeit eines umfassenden Sicherheitskonzepts: Elektronische Patientenakten sind besonders gefährdet, denn fast 50 Prozent aller Cyberangriffe zielen auf sensible Gesundheitsdaten ab. Gesundheitseinrichtungen können diesen Bedrohungen nur durch die konsequente Umsetzung der beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen begegnen. Dabei ist es wichtig, dass technische Lösungen, organisatorische Maßnahmen und kulturelle Aspekte ineinandergreifen. Nur so lässt sich ein nachhaltiges Schutzniveau erreichen, das den immer größeren Cyberbedrohungen gewachsen ist.

Der Betrieb eigener Server oder Workloads in unternehmenseigenen Rechenzentren ist dabei selbstredend kein Garant für eine hohe Sicherheit. Tatsächlich sind lokale Workloads hier im Vergleich zur Cloud oft weniger gut geschützt und der Cloud-Monitor 2023 von KPMG zeigt, dass in vielen Branchen On-Premises-Systeme häufiger das Ziel von Cyberangriffen werden als Public-Cloud-Infrastrukturen. Medienberichte über die Auswirkungen von Hackerangriffen auf Klinken verdeutlichen die Risiken.

Erfolgreiche Sicherheit im Gesundheitswesen ist somit eine strategische Herausforderung, die das Zusammenspiel aller Organisationsebenen verlangt. Dabei kommt der Führungsebene eine Schlüsselrolle zu: Sie muss Cybersecurity als Kernaufgabe begreifen, entsprechende Ressourcen bereitstellen und eine positive Sicherheitskultur etablieren. Nur wenn das Management Cybersicherheit als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie versteht, lassen sich nachhaltige Veränderungen erreichen. Und das stärkt die Resilienz der IT-Infrastruktur.

Möchten Sie Ihre Cybersicherheit auf das nächste Level heben? AWS bietet speziell für das Gesundheitswesen entwickelte Cloud-Sicherheitslösungen an. Erfahren Sie mehr über AWS-Dienste auf der AWS-Website oder vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch mit unseren Healthcare-Experten.

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