Bitkom-Umfrage Generation 65+ Ältere offen für Digitalisierung im Gesundheitswesen

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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92 Prozent der Seniorinnen und Senioren hierzulande sehen die Digitalisierung im Gesundheitswesen positiv – so das Ergebnis einer neuen Umfrage des Bitkom. Was die Erhebung auch zeigt: Videosprechstunden werden noch kaum genutzt.

Laut Bitkom-Umfrage nutzen 19 Prozent der Befragten ab 65 Jahren E-Mail, Chat oder  Messenger für die Kommunikation mit ihren Ärztinnen und Ärzten.(Bild: ©  Robin - stock.adobe.com / KI-generiert)
Laut Bitkom-Umfrage nutzen 19 Prozent der Befragten ab 65 Jahren E-Mail, Chat oder Messenger für die Kommunikation mit ihren Ärztinnen und Ärzten.
(Bild: © Robin - stock.adobe.com / KI-generiert)

Bei älteren Patientinnen und Patienten ist oft der erste Gedanke, sie könnten sich schwertun mit den digitalen Angeboten im Gesundheitswesen. Grundsätzlich sind sie aber dafür sehr offen, wie eine neue Umfrage des Bitkom zeigt. „Stehen Sie der Digitalisierung im Gesundheitswesen eher positiv oder negativ gegenüber?“, lautete die Frage an 1.004 Personen ab 65 Jahren. 92 Prozent von ihnen stehen der Digitalisierung demnach positiv gegenüber. Interessant ist, dass der Anteil bei den über 80-Jährigen mit 95 Prozent sogar noch höher liegt. Bei den 65- bis 69-Jährigen waren es dagegen 89 Prozent.

Digitale Gesundheitsangebote sind eine Grundvoraussetzung, um die Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft zu sichern.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst

Gefragt wurde aber auch, wie es mit der tatsächlichen Nutzung einzelner Angebote aussieht: „Welche der folgenden digitalen Angebote von Ärztinnen und Ärzten oder Krankenhäusern haben Sie bereits genutzt bzw. können Sie sich vorstellen, künftig zu nutzen?“ Dabei zeigt sich, dass es nicht bei der positiven Einstellung bleibt. Schon den ersten Schritt, die Terminvereinbarung, erledigen bereits die Hälfte der Befragten online, auch Erinnerungen an die vereinbarten Termine lassen sich 37 Prozent per E-Mail oder SMS schicken. Bei einer Befragung vor fünf Jahren waren es erst 18 Prozent, die jeweils Online-Terminvereinbarung und -erinnerung nutzten.

19 Prozent der Befragten kommunizieren auch per Mail, Messenger oder Chat mit ihren Ärztinnen und Ärzten, weitere 51 Prozent können sich zumindest vorstellen, das künftig zu tun.

Inzwischen nutzen auch 41 Prozent der Seniorinnen und Senioren Online-Vergleichs- und Bewertungsportale, vor fünf Jahren lag der Anteil erst bei 12 Prozent.

Videosprechstunden: Potenzial nicht ausgeschöpft

Luft nach oben ist allerdings bei der Telemedizin. Telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden oder die Kontrolle des Gesundheitszustandes aus der Ferne sparten Wege und Zeit, unterstreicht Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Doch erst 6 Prozent der Befragten gaben an, bereits Erfahrungen mit Videosprechstunden gesammelt zu haben. 41 Prozent können sich das aber künftig vorstellen. Wichtig sei, so Wintergerst, „entsprechende Angebote konsequent auszubauen und Seniorinnen und Senioren, die noch unsicher in der Nutzung sind, gezielt beim Einstieg zu unterstützen“.

Für die laut Bitkom repräsentative Erhebung wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 65 Jahren im Zeitraum von KW 38 bis KW 42 2025 telefonisch befragt.

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