Präventions-Apps AI-Driven Design

Ein Gastbeitrag von Björn Becker 5 min Lesedauer

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KI liefert unverzichtbare Werkzeuge für Entwicklungsteams – von der Ideenfindung bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung. Besonders AI-Driven Design wird als Gamechanger in der Gestaltung digitaler Nutzungserlebnisse betrachtet: Individuell abgestimmte Gesundheitsservices gehen auf die Bedürfnisse der Nutzenden ein und schaffen neue Möglichkeiten, die Behandlungspläne für Patienten anzupassen.

Gezielte Anpassung und Interaktion mit AI-Driven Design bieten Vorteile für die Patienten und das Krankenhauspersonal. (©  Suriyo – stock.adobe.com)
Gezielte Anpassung und Interaktion mit AI-Driven Design bieten Vorteile für die Patienten und das Krankenhauspersonal.
(© Suriyo – stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren zu einer der einflussreichsten Technologien unserer Zeit entwickelt. Sie durchdringt nahezu alle Branchen und revolutioniert dabei nicht nur Produktions- und Geschäftsprozesse, sondern auch die Art und Weise, wie wir mit digitalen Systemen interagieren. Von automatisierten Entscheidungen in der Finanzwelt bis hin zu fortschrittlichen medizinischen Diagnosen – KI optimiert Prozesse, indem sie große Datenmengen in Echtzeit analysiert und daraus Handlungsempfehlungen ableitet. Diese Fähigkeit macht KI zu einem zentralen Motor der Innovation, da sie kontinuierlich neue Wege eröffnet, um komplexe Probleme effizienter zu lösen.

KI und LLMs als Unterstützung von kreativen und analytischen Arbeitsprozessen

Abgesehen von dem allgemeinen Einfluss in der digitalen Welt nimmt künstliche Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle in den Wertschöpfungsprozessen von Softwaresystemen ein – von der Entwicklung einer Vision bis hin zum Produkt-Launch und der Post-Market-Surveillance. KI ist mittlerweile so tief in diese Prozesse integriert, dass sie in jeder Phase unverzichtbare Werkzeuge und Unterstützungen liefert. Large-Language-Models (LLMs) oder KI-basierte Umsysteme begleiten Entwicklungsteams von der Ideenfindung bis hin zur Implementierung und kontinuierlichen Verbesserung. Diese Technologien unterstützen kreative und analytische Denkprozesse, automatisieren repetitive Aufgaben und bieten neue Möglichkeiten zur Optimierung von Workflows. Die enge Verzahnung von KI mit jeder Phase der Softwareentwicklung macht ihre Präsenz in vielen Bereichen nahezu selbstverständlich.

AI-Driven Design: Personalisierte Benutzeroberflächen durch KI

In den Entwicklungs- und Designphasen nutzerzentrierter Softwaresysteme kann künstliche Intelligenz eingesetzt werden, um diese Prozesse zu unterstützen und zu automatisieren. Dadurch wird nicht nur die Entscheidungsfindung und das Anforderungsmanagement verbessert, sondern es können auch KI-gesteuerte Benutzeroberflächen (AI-Driven Design) geschaffen werden, die eine individuelle und personalisierte Erfahrung bieten. Diese Oberflächen passen sich dynamisch dem Nutzungsverhalten der jeweiligen Nutzenden an und eröffnen eine völlig neue Perspektive auf das User Interface sowie die gesamte User Experience.

Diese disruptive Herangehensweise ermöglicht die Entwicklung einer neuen Generation von Benutzeroberflächen, die nicht nur funktional, sondern auch intuitiv und benutzerfreundlich sind. Durch die Integration von KI können Designer und Entwickler proaktive Lösungen anbieten, welche die Bedürfnisse der Nutzer antizipieren, anstatt lediglich darauf zu reagieren. Dies führt zu einem deutlich besseren Nutzererlebnis, da die Interfaces intuitiver und anpassungsfähiger werden, was letztlich die Benutzerbindung und -zufriedenheit steigert.

AI-Driven Design gilt als Gamechanger im Gesundheitsmarkt

AI-Driven Design gilt als echter Gamechanger in der Gestaltung zukunftsweisender digitaler Nutzungserlebnisse. Besonders im Gesundheitsmarkt entfaltet diese Technologie ihr Potenzial, da hier eine Vielzahl an Stakeholdern – von Patienten über medizinisches Fachpersonal bis hin zu Kostenträgern – auf ein gemeinsames System treffen. Durch KI-gestützte und personalisierte Lösungen kann AI-Driven Design individuell abgestimmte Gesundheitsservices bieten, die auf den spezifischen Bedarf des jeweiligen Nutzers eingehen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten: Behandlungspläne lassen sich dynamisch an die individuellen Bedürfnisse von Patienten anpassen, während verschiedene Stakeholder im Krankenhaus – vom Pflegepersonal bis zu den Verwaltungsabteilungen – spezifische Ansichten eines Systems erhalten. Gleichzeitig können Therapieerfolge personalisiert visualisiert werden, was die Nachverfolgung und Anpassung von Maßnahmen erleichtert. Diese gezielte Anpassung und Interaktion schafft ein Gesundheitsökosystem, das die Effizienz und Qualität der Versorgung erheblich steigert und ein nutzerzentriertes, vernetztes Versorgungserlebnis ermöglicht.

„DocView“ als Beispiel-Szenario für die Anwendung von AI-Driven Design

Ein anschauliches Beispiel für AI-Driven Design im Gesundheitswesen ist die fiktive Dashboard-Lösung „DocView“, die speziell für Ärzte in einem Krankenhaus entwickelt wurde. Diese Software bietet eine flexible Benutzeroberfläche, die sich dynamisch an die spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben der Ärzte anpasst, je nachdem, welche Aufgaben sie priorisieren.

Wenn ein Arzt beispielsweise auf die Intensivstation wechselt, wird das Dashboard automatisch um die Anzeige von Vitaldaten der Patienten ergänzt, die eine sofortige Überwachung erfordern. Ein anderer Arzt, der in der Orthopädie tätig ist, erhält hingegen eine Übersicht über die Medikamentenpläne und Behandlungsprotokolle seiner Patienten. Die Software analysiert das Nutzerverhalten und priorisiert die relevanten Funktionen, sodass Ärzte in kürzester Zeit auf die für sie entscheidenden Informationen zugreifen können.

Durch diese individualisierte Dashboard-Ansicht wird die Effizienz der Arbeitsabläufe erheblich gesteigert, da Ärzte sich auf die wichtigsten Aspekte ihrer Patientenversorgung konzentrieren können. Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Beispiel zur Veranschaulichung dient und regulatorische sowie technische Herausforderungen zunächst vernachlässigt werden. „DocView“ transformiert somit die Art und Weise, wie medizinisches Personal interagiert und Informationen nutzt, und fördert eine qualitativ hochwertige, patientenzentrierte Versorgung.

Definition von Nutzergruppen als erster Schritt zur vollautomatisierten Personalisierung

Die Einführung von AI-Driven Design-Lösungen in Softwaresystemen erfordert erhebliche zeitliche, budgetäre und weitere Ressourcen. Der Weg zur vollautomatisierten KI-Personalisierung kann lang und herausfordernd sein, da zahlreiche Faktoren wie regulatorische Anforderungen und technologische Integrationen berücksichtigt werden müssen. Dennoch ist es möglich, bereits in kleineren Dimensionen zu beginnen. Indem man beispielsweise spezifische Nutzergruppen für ein System definiert und maßgeschneiderte Funktionen entwickelt, kann bereits ein signifikanter Grad an Personalisierung erreicht werden.

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Eine grundlegende, aber dennoch wirkungsvolle Personalisierung lässt sich durch Methoden wie initiale Fragebögen, die Zuteilung zu spezifischen Nutzergruppen, Standorterkennung und die Anbindung an bestehende Systeme erzielen. Diese Ansätze ermöglichen eine gezielte Anpassung der Inhalte und Funktionen an die Bedürfnisse der Nutzer und verbessern das Nutzungserlebnis, ohne dass gleich eine vollständige KI-Integration erforderlich ist.

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit einer SWOT-Analyse von AI-Driven Design.

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