DiGA-Report des SVDGV Apps auf Rezept etablieren sich

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Der DiGA-Report zeigt: Seit Herbst 2020 wurden etwa 370.000 Freischaltcodes für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) durch Patienten eingelöst, mehr als die Hälfte davon allein im letzten Jahr.

Die größte Gruppe der DiGA machen solche für psychische Erkrankungen aus.(©  MQ-Illustrations - stock.adobe.com)
Die größte Gruppe der DiGA machen solche für psychische Erkrankungen aus.
(© MQ-Illustrations - stock.adobe.com)

Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V. (SVDGV) gewährt mit seinem DiGA-Report erstmals Einblick in die Entwicklung des Marktes digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) – auf Basis der Herstellerangaben. Demnach habe es zwischen Anfang Oktober 2020 und Ende September 2023 ein „dynamisches und gleichzeitig nachhaltiges Wachstum“ gegeben. Die durchschnittliche monatliche Wachstumsrate lag bei 19 Prozent über alle 36 Monate hinweg. Insgesamt wurden 370.000 Freischaltcodes eingelöst.

Zum 30. September 2023 umfasst das DiGA-Verzeichnis des BfArM 49 digitale Gesundheitsanwendungen aus elf verschiedenen Kategorien. Davon sind 24 Anwendungen dauerhaft gelistet, 25 DiGA sind zu dem Zeitpunkt vorläufig im Verzeichnis gelistet und befinden sich somit im Erprobungszeitraum.

aus dem DiGA-Report

„Tausende Patient:innen nutzen schon heute die Möglichkeiten digitaler Versorgung durch DiGA. Damit leisten die Anwendungen einen entscheidenden Beitrag zu einer hochqualitativen Versorgung und helfen, Versorgungslücken zu schließen“, kommentiert Dr. Anna Haas, stellvertretende Vorsitzende des SVDGV, und fordert: „Statt diese Bedeutung von DiGA wiederholt kleinzureden, sollten wir die digitalen Versorgungsangebote jetzt für alle Menschen noch einfacher zugänglich machen, indem die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden.”

Laut Verband werden die Apps auf Rezept parallel auch zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor, wie eine ergänzende Umfrage des SVDGV unter DiGA-Herstellern zeigt. „Ausländische Regierungen, Unternehmen und Investoren schauen auf Deutschland als Vorbild für Digital Therapeutics. Dies erlaubt deutschen DiGA-Unternehmen ins Ausland zu expandieren und zusätzliche Investitionen für den Standort Deutschland zu gewinnen“, betont Henrik Emmert, zweiter stellvertretender Vorsitzender des SVDGV.

Für 100% der bisher gelisteten DiGA haben die Hersteller randomosierte-kontrollierte klinische Studien (RCT) zum Nachweis des positiven Versorgungseffekts durchgeführt.

aus dem DiGA-Report

Der DiGA-Report betrachtet außerdem die gesetzlichen Grundlagen, die DiGA-Rahmenvereinbarung und gibt eine Übersicht zu bestehenden Apps und deren Nutzung.

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