Whitepaper Bessere Prozesse in Medizin und Pflege – mit KI

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Wie können organisatorische Prozesse in der Gesundheitsversorgung mit Hilfe von KI verbessert werden? Antworten finden sich in einem aktuellen Whitepaper der Plattform Lernende Systeme.

Kompetenz und Nutzungsbereitschaft der Gesundheitsfachkräfte sind die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz KI-basierter Anwendungen. Die Tools sollten also auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten sein.(© lemoncraft - stock.adobe.com / KI-generiert)
Kompetenz und Nutzungsbereitschaft der Gesundheitsfachkräfte sind die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz KI-basierter Anwendungen. Die Tools sollten also auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten sein.
(© lemoncraft - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitssystem bietet vielversprechende Perspektiven: Fortschritte bei der Früherkennung, aber auch personalisierte Medizin, Therapien, die genau auf die genetischen Bedingungen und Lebensumstände der jeweiligen Patienten zugeschnitten sind. Dabei werden meist klinische Anwendungen betrachtet. Ein aktuelles Whitepaper der Plattform Lernende Systeme nimmt einen anderen Anwendungsbereich in den Fokus: KI-Einsatz in den organisatorischen Prozessen. Die Autoren differenzieren nach dem Einsatz in Management-, Kern- und Unterstützungsprozessen und beschreiben die jeweiligen Anwendungsmöglichkeiten sowie konkrete Use Cases.

Im Bereich der Managementprozesse geht es etwa um Prognosen für die Bedarfsplanung, intelligente Dienstplanung oder Terminvermittlung. Beispiele für den Einsatz in Kernprozessen sind die Auswertung von Daten aus Blutproben zur Früherkennung von Verengungen der Koronararterien, telemedizinische Überwachung und KI-basierte Auswertung in der Schwangerschaftsvorsorge sowie KI-Analysen zu Mustererkennung von Nebenwirkungen und Krankheitsverläufen, um Medikamente und Dosis besser auf die einzelnen Patienten abzustimmen.

Bei Unterstützungsprozessen liegt ein Schwerpunkt auf Anwendungen in der Dokumentation – der Auswertung von Patientengesprächen sowie der automatisierten Übertragung relevanter Daten in Arztbriefe, Befunde oder OP-Berichte. Weitere Optionen sind Automatisierung und Kodiervorschläge für die Abrechnung und KI-basierte Optimierung der Beschaffung.

Anders als bei den klinischen Prozessen, so das Fazit, seien KI-Anwendungen in organisatorischen Prozessen bereits kurz- und mittelfristig umsetzbar. Dabei ergäben sich hohe zeitliche und finanzielle Einsparpotenziale. Als Vorteil wird auch genannt, dass bei Änderungen organisatorischer Prozesse nicht zwingend neue Zulassungsverfahren und klinische Studien nötig sind.

Abschließend skizzieren die Autoren anhand von Gestaltungsoptionen, wie die Entwicklung und Verbreitung von KI-Anwendungen in organisatorischen Prozessen vorangebracht werden kann. Zu diesen Optionen gehören etwa spezifische Förderprogramme, die Integration von KI-Anwendungen für organisatorische Prozesse in Investitionsbudgets, die Förderung einer echtzeitfähigen Infrastruktur sowie der Verfügbarkeit von strukturierten, interoperablen Daten, aber auch die Förderung der Digitalkompetenz und Nutzungsbereitschaft der Mitarbeitenden und eine bessere Vernetzung zwischen Gesundheitsfachkräften und Entwicklern.

Das Whitepaper

„Hiltawsky, K. et al. (2024): KI für bessere Abläufe in Medizin und Pflege. Anwendungen und Potenziale in organisatorischen Prozessen“ der Plattform Lernende Systeme finden Sie hier.

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