Deutsche Herzstiftung Bewerbungsphase für „Wissenschaftspreis Frauenherzen“

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im November wird die Deutsche Herzstiftung zum zweiten Mal den „Wissenschaftspreis Frauenherzen“ vergeben – die Bewerbungsphase für den mit 10.000 Euro dotierten Preis läuft.

Noch bis 30.9. können Bewerbungen für den diesjährigen „Wissenschaftspreis Frauenherzen“ bei der Deutschen Herzstiftung eingereicht werden.(© sdecoret – stock.adobe.com)
Noch bis 30.9. können Bewerbungen für den diesjährigen „Wissenschaftspreis Frauenherzen“ bei der Deutschen Herzstiftung eingereicht werden.
(© sdecoret – stock.adobe.com)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hierzulande auch bei Frauen die häufigste Todesursache, doch nicht nur die Symptome eines Herzinfarktes sind andere als bei Männern, auch bei Krankheitsverläufen und Risiken zeichnen sich geschlechtsspezifische Unterschiede ab – die jedoch noch genauer erforscht werden müssen. Mit dem „Wissenschaftspreis Frauenherzen“ will die Deutsche Herzstiftung e. V. gemeinsam mit der Projektgruppe „Frauen und Familie in der Kardiologie“ und der „Arbeitsgruppe Gendermedizin in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie diese Forschungen voranbringen.

Noch bis zum 30. September können Bewerbungen dafür eingereicht werden. Gesucht sind wissenschaftliche Arbeiten zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen, bevorzugt aus einem patientennahen Forschungsgebiet zu geschlechtsspezifischen Fragestellungen. Das umfasst Grundlagenforschung, klinische und epidemiologische Forschung sowie Arbeiten, die eine bessere Versorgung und Prognose für Patientinnen zum Ziel haben. Teilnahmeberechtigt sind Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland.

Über die Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Förderpreises entscheidet der Vorstand der Deutschen Herzstiftung auf Vorschlag eines Gutachtergremiums und des Wissenschaftlichen Beirats. Der Preis wird im Rahmen der Kuratoriumssitzung der Stiftung am 21. November 2024 in Frankfurt am Main verliehen. Die persönliche Anwesenheit der Preisträger ist ausdrücklich erwünscht.

Der nach der Stifterin benannte Martina-Grote-Wissenschaftspreis Frauenherzen wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal vergeben – an Dr. Lena Marie Seegers. Sie leitet das Women’s Heart Health Center am Universitätsklinikum Frankfurt und hatte mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School in Boston genderspezifische Unterschiede bei atherosklerotischen Plaques untersucht. Aus diesen Forschungen schlussfolgerte sie, dass bei Frauen, anders als bei Männern, nicht-entzündliche Prozesse (Plaque-Erosionen) eine größere Rolle beim Fortschreiten der Ablagerungen spielen.

Über den Martina-Grote-Wissenschaftspreis

Martina Grote, studierte Historikerin mit zusätzlicher journalistischer Ausbildung, war 1990 bis 2007 Geschäftsführerin des Fördervereins der NRW-Stiftung und von 2007 bis 2022 zusätzlich Geschäftsführerin der Stiftung. Im April 2022 ging sie in den Ruhestand. Mit dem jährlich zu vergebenden Wissenschaftspreis Frauenherzen soll die Forschung unterstützt werden. Es sollen aber auch die unterschiedlichen Risikofaktoren für Herzerkrankungen bei Frauen und Männern stärker ins Bewusstsein gerückt und Frauen besser informiert werden, damit sie sich mehr um ihre eigene Herzgesundheit kümmern. Preisanwärter verpflichten sich, im Falle der Prämierung eine allgemeinverständliche Kurzfassung zu erstellen, die in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung „HERZ heute“ veröffentlicht wird.

(ID:50108091)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung