IT-Sicherheit Bezirkskliniken Mittelfranken per Ransomware angegriffen

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

Das gezielte Verschlüsseln in erpresserischer Absicht – sogenannte Ransomware-Angriffe – stehen bei Cyberkriminellen hoch im Kurs. Seit dem Wochenende sind die Standorte der Bezirkskliniken Mittelfranken betroffen. Die Kliniken sind vorerst von den Verantwortlichen offline genommen worden und nehmen bis auf weiteres nicht an der Notfallversorgung teil.

Bei Cyberangriffen spähen Kriminelle teilweise monatelang vertrauliche Daten aus, bevor sie entdeckt werden.(©  HNFOTO - stock.adobe.com)
Bei Cyberangriffen spähen Kriminelle teilweise monatelang vertrauliche Daten aus, bevor sie entdeckt werden.
(© HNFOTO - stock.adobe.com)

Strukturen der Gesundheitsversorgung stellen ein lukratives Ziel für Kriminelle dar. Am Vormittag des 27. Januar 2024 erhielten die Verantwortlichen der Bezirkskliniken Mittelfranken eine Hiobsbotschaft. Cyberkriminelle haben die IT-Infrastruktur der Krankenhäuser übernommen und dort ganz gezielt Daten mit Ransomware verschlüsselt. Doch damit nicht genug. Nach einer initialen Überprüfung der Systeme wurde zudem ein gravierender Datenabfluss festgestellt. Unter anderem wurden personenbezogene Daten von Patienten und Mitarbeitern sowie Unternehmensinterna in bislang unbekannter Menge abgegriffen.

Den genauen Umfang des Datendiebstahls konnten die Verantwortlichen – Stand jetzt – noch nicht in Zahlen ausdrücken. Fest steht allerdings: Aus Sicherheitsgründen wurde die gesamte IT-Infrastruktur der Standorte Bezirksklinikum Ansbach, Klinikum am Europakanal Erlangen und Frankenalb-Klinik Engelthal vom Netz genommen.

Bestehende Behandlungen können – dank des Greifens eines dementsprechenden Notfallplans – zunächst fortgeführt werden. Alle drei Standorte wurden jedoch bis auf weiteres von der Notfallversorgung abgemeldet. Somit können weder milde noch schwere psychiatrische Notfälle zur Behandlung aufgenommen werden. Ein schwerer Schlag für die Gesundheitsversorgung in Mittelfranken.

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