Sicherheit von Krankenhausinformationssystemen BSI startet Projekt SiKIS

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Um die Sicherheit von Krankenhausinformationssystemen (KIS) und Datenaustauschformaten zu überprüfen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Projekt SiKIS ins Leben gerufen. Die E-Health-Experten des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT werden im Rahmen dieses Projekts aktiv, um die Sicherheitseigenschaften von KIS zu evaluieren.

Im Projekt SiKIS werden noch Kandidaten für praktische Sicherheitstests von Krankenhausinformationssystemen (KIS) gesucht.(©  NanoStock – Getty Images via Canva.com)
Im Projekt SiKIS werden noch Kandidaten für praktische Sicherheitstests von Krankenhausinformationssystemen (KIS) gesucht.
(© NanoStock – Getty Images via Canva.com)

Das Herzstück der medizinischen Versorgung und Datenhaltung in Krankenhäusern ist das Krankenhausinformationssystem (KIS). Angesichts der sensiblen Gesundheitsdaten, die in diesen Systemen verarbeitet werden, haben der Schutz vor Cyber-Angriffen sowie die Sicherheit der Patientendaten beim Austausch zwischen verschiedenen internen und externen Systemen stets Priorität.

Im Zuge des SiKIS-Projekts (Sicherheitseigenschaften von Krankenhausinformationssystemen) plant das Fraunhofer SIT eine umfassende Marktanalyse, um die am häufigsten im deutschen Klinikalltag genutzten Systeme und Datenaustauschformate zu identifizieren. Zudem werden Krankenhausinformationssysteme eingehend auf ihre Sicherheit getestet. Dazu suchen das Fraunhofer SIT und das BSI derzeit nach Test-Kandidaten. Teilnehmende KIS-Hersteller, Kliniken und Krankenhäuser können ihre Systeme im Rahmen der Penetrationstest kostenfrei evaluieren lassen. Die Ergebnisse der Tests erhalten die Teilnehmenden zusammen mit einem Prüfzertifikat.

Etwaige Sicherheitslücken sollen in Zusammenarbeit mit dem BSI im Rahmen eines Coordinated-Vulnerability-Disclosure-Verfahrens dem Hersteller gemeldet werden. Dieser Ansatz ermöglicht es, sicherheitskritische Probleme frühzeitig zu identifizieren und schnellstmöglich zu beheben.

Das SiKIS-Projekt erstreckt sich von November 2023 bis November 2024 und umfasst ein Budget von etwa 200.000 Euro. Neben dem Fraunhofer SIT arbeitet das BSI außerdem mit OpenSource Security (OS-S) aus Steinfurt zusammen, um das Projekt durchzuführen.

Das BSI plant zum Abschluss des Projekts die Veröffentlichung von Handlungsempfehlungen für Krankenhäuser und Kliniken, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen. Das SiKIS-Projekt unterstreicht so die Bedeutung der Sicherheit von Krankenhausinformationssystemen im digitalen Zeitalter der Gesundheitsversorgung.

(ID:49866534)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung