Best Practice: Evidia Digitaler Workflow in der Radiologie

Von Susanne Ehneß 3 min Lesedauer

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Die Radiologie ist eine der Schlüsseldisziplinen des Gesundheitswesens, deren Bedarf durch die demografische Entwicklung einer alternden Bevölkerung zunehmen wird. Um sich in Zukunft wichtige Wettbewerbsvorteile zu sichern, müssen Anbieter effektive digitale Lösungen implementieren. Dies hat die Radiologiegruppe Evidia getan.

Evidia investiert in die Digitalisierung.(©  Evidia)
Evidia investiert in die Digitalisierung.
(© Evidia)

Evidia bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen aus den Bereichen Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie an und entstand 2021 aus der Fusion zweier Holdings: Meine Radiologie und Blikk. Seit 2022 steht das Radiologie-Netzwerk unter der Leitung des neuen Eigentümers EQT und umfasst mehr als 90 Praxen in der DACH-Region mit über 2.000 Mitarbeitern.

Nach dem Zusammenschluss der zwei Holdings war das Unternehmen auf der Suche nach einer einheitlichen digitalen Plattform für Patienten, Ärzte und Zuweiser. Die Berater von Ommax sollten die Radiologie-Gruppe daher bei der Digitalisierung der gesamten Patienten-Journey unterstützen und eine neue patientenzentrierte digitale Infrastruktur entwickeln. Ziel war es, einen leichten Zugriff auf detaillierte Informationen über Dienstleistungen, Angebote, die Qualifikationen der im Praxisnetzwerk vertretenen Radiologen sowie Patientenbewertungen zu ermöglichen. Dies sollte das Patientenerlebnis nachhaltig verbessern und Patienten befähigen, einfacher mit überweisenden Ärzten zu Diagnosebefunden zu kommunizieren, um schnellere und fundiertere Gesundheitsentscheidungen zu treffen.

In der darauffolgenden 18-monatigen Projektphase wurde die strategische Konzeption zur technischen Infrastruktur und zur Integration der neuen Lösung in bestehende Unternehmensprozesse entwickelt. Dabei verfolgte der Digitalisierungsexperte fünf sich ergänzende Projektziele:

  • Vollständige Digitalisierung der Patienten-Journey mit Schaffung wichtiger neuer digitaler Touchpoints für Terminbuchung, Aufnahmeprozess, Austausch von Ergebnissen zwischen Patienten, Überweisern und Praxen.
  • Verbesserung des Patientenerlebnisses durch den leichten Zugriff auf Informationen und Arztkontakt.
  • Reduzierung repetitiver und manueller Aufgaben bei typischen Praxis-Workflows zur Erhöhung der operativen Exzellenz.
  • Aufbau einer neuen skalierbaren digitalen Infrastruktur als Basis für die weitere Expansion.
  • Entwicklung einer starken, wettbewerbsfähigen und über den DACH-Kernmarkt hinaus sichtbaren Markenpräsenz von Evidia im Gesundheitssektor.

Dazu analysierten die Berater zunächst das Patientenverhalten, um typische Muster zu identifizieren, und führten eine detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalyse im Sektor sowie zu aktuellen digitalen Trends durch, die die Markenwahrnehmung von Evidia beeinflussen. Dies sollte sicherstellen, dass die neue digitale Strategie nicht nur der aktuellen Bedürfnislage entspricht, sondern jederzeit auf künftige Expansionspläne skalierbar ist.

Auf der Basis einer Umfrage mit über 1.000 Patienten sowie Experteninterviews im Evidia-Umfeld wurde anschließend eine maßgeschneiderte digitale Zielstrategie entwickelt. Im Vorfeld wurden dazu auch verschiedene Anbieterszenarien zum Aufbau der notwendigen Infrastruktur erprobt. Vom Design von Wireframes bis hin zu auf realen Anwendungsfällen basierenden Benutzeroberflächen, entwickelte Ommax für Evidia eine maßgeschneiderte neue Patienteninfrastruktur mit digitalen Touchpoints in jedem Schritt der Patienten-Journey – von der Online-Terminbuchung bis zum Austausch von Ergebnissen.

Um die im Rahmen der Strategieentwicklung festgelegten technischen und funktionalen Anforderungen in den vier Kernbereichen der digitalen Patienten-Journey – Website, Buchung, Aufnahme sowie Patienten- und Zuweiserportal – umzusetzen, beriet Ommax die Radiologie-Gruppe auch beim ausführlichen Auswahlprozess von über 20 Softwareanbietern. Dieser Prozess führte letztlich zur Unterzeichnung finaler Serviceverträge mit den drei Anbietern, die die technischen Anforderungen des Praxisnetzwerks optimal erfüllten.

Fazit

Die neue Plattform verbessert laut Evidia die Akquise von Patienten und Zuweisern und bildet die Grundlage für digitale Workflows, sowohl innerhalb des Praxisnetzwerks als auch mit externen Gesundheitspartnern. Evidia konnte viele manuelle Arbeitsschritte einsparen und profitiert von einer erhöhten operativen Exzellenz. Patienten, Ärzte und Zuweiser haben nun einen deutlich schnelleren Zugriff auf wichtige Informationen und Diagnoseergebnisse.

Mit seiner neuen digitalen Plattformarchitektur sieht sich Evidia optimal auf kommende Herausforderungen in der Gesundheitsbranche vorbereitet. Dies zeigt sich auch in den Zahlen: Bereits im ersten Monat nach dem Go-Live verzeichnete das Praxisnetzwerk über 10.000 Klicks für Terminbuchungen.

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