Gesundheitswesen

Digitalisierung durch Dokumentenmanagement

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Was muss man bei der Einführung eines DMS beachten?

Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems im Gesundheitswesen erfordert aufgrund der Sensibilität der verarbeiteten Informationen besondere Vorsicht und Beachtung bestimmter Aspekte. Was muss man im Detail beachten?

Datenschutz und Sicherheit: Im Bereich Datenschutz und Datensicherheit muss man mit höchster Sorgfalt arbeiten. Die Vertraulichkeit und Sicherheit von Patientendaten ist insbesondere im Gesundheitswesen wichtig. Das Dokumentenmanagementsystem muss den geltenden Datenschutzbestimmungen und -vorschriften, wie z. B. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), strikt entsprechen. Dies erfordert die Implementierung moderner Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen und die Entwicklung umfassender Datenschutzrichtlinien. Ziel ist es, die sensiblen Gesundheitsdaten vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch zu schützen.

Einwilligung der Patienten: Bei der Einführung eines DMS ist es von entscheidender Bedeutung, die Patienten angemessen über die Verwendung ihrer Daten zu informieren und gegebenenfalls ihre ausdrückliche Zustimmung einzuholen. Transparenz im Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten ist unerlässlich. Dies bedeutet, dass Patienten klare Informationen darüber erhalten sollten, wie ihre Daten im DMS verwendet werden, und dass sie die Möglichkeit haben sollten, ihre Zustimmung zu geben oder zu verweigern. Datenschutzerklärungen und Informationsmaterial müssen leicht verständlich sein, um sicherzustellen, dass Patienten gut informierte Entscheidungen treffen können.

Integration in vorhandene Systeme: Das DMS muss nahtlos in bestehende IT-Systeme und klinische Anwendungen integriert werden. Dies gewährleistet einen reibungslosen Datenfluss zwischen den verschiedenen Systemen und erleichtert den Arbeitsablauf für das medizinische Personal. Die Integration erfordert eine sorgfältige Planung und möglicherweise eine Anpassung der Schnittstellen, um sicherzustellen, dass Daten konsistent und effizient zwischen den verschiedenen Anwendungen ausgetauscht werden können.

Revisionssicherheit: Um die Integrität und Nachvollziehbarkeit von Patientenakten zu gewährleisten, muss man sicherstellen, dass alle erstellten, geänderten oder gelöschten Dokumente und Datensätze zuverlässig im DMS protokolliert werden. Diese Protokolle müssen vollständig sein und detaillierte Informationen über Datum, Uhrzeit und Verantwortliche für jede Änderung enthalten. Die Revisionssicherheit ist entscheidend, um die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und sicherzustellen, dass Änderungen im Gesundheitswesen jederzeit nachvollziehbar sind.

Fazit

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat sich als unverzichtbares Instrument zur Verbesserung der Patientenversorgung und zur Steigerung der Effizienz des Gesundheitssystems erwiesen. Die Einführung von elektronischen Patientenakten, künstlicher Intelligenz, Dokumentenmanagementsystemen und anderen technologischen Lösungen ermöglicht es, Behandlungen zu beschleunigen, die Qualität der Versorgung zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken.

Allerdings hinkt Deutschland im europäischen Vergleich in einigen Bereichen hinterher. Hindernisse und Herausforderungen wie Datenschutzbedenken und Insellösungen behindern nach wie vor die vollständige Umsetzung.

Jens Büscher
CEO von Amagno, Anbieter der gleichnamigen Digital-Workplace-Lösung.

Bildquelle: Amagno

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