Symptome, Behandlung, Alternativen Dr. Google ergänzt den Arztbesuch
Sowohl vor als auch nach einem Arztbesuch informieren sich viele Deutsche im Internet, so eine Umfrage des Bitkom. Hauptsächlich gehe es den Befragten um alternative Behandlungsmethoden oder zusätzliche Informationen. Nur ein geringer Teil hat kein Vertrauen in die Diagnose.
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Nach einem Arztbesuch recherchieren zahlreiche Deutsche im Internet. 68 Prozent der vom Bitkom Befragten geht es darum, alternative Behandlungsmethoden zu der vom Arzt empfohlenen Vorgehensweise zu finden. Der reine Informationsaspekt zu Diagnose, Behandlung oder der Erkrankung steht für 63 Prozent im Vordergrund. Eine zweite Meinung erhoffen sich 56 Prozent. Nach Alternativen zu verschriebenen Medikamenten suchen 44 Prozent. Knapp ein Viertel (23 %) hat die Erklärungen des Arztes nicht verstanden und sucht, statt direkt nachzufragen, nach Erläuterungen im Internet.
Während der Corona-Pandemie ist das Bewusstsein für die eigene Gesundheit noch einmal leicht gestiegen.
„Die Digitalisierung stärkt die Souveränität der Patientinnen und Patienten. Im Internet und durch eine wachsende Zahl hochwertiger Gesundheits-Apps können die Menschen sich heute umfassend über Gesundheitsthemen informieren“, sagt Dr. Ariane Schenk, Expertin für digitale Gesundheit beim Bitkom.
Kein Vertrauen in die vom Arzt gestellte Diagnose haben aber nur 14 Prozent. Für den Großteil der Befragten geht es darum, den Arztbesuch zu ergänzen. 61 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer informieren sich deshalb auch schon vor dem Arztbesuch über die eigenen Symptome im Netz. Dr. Schenk zufolge ist das darauf zurückzuführen, dass Frauen traditionell mehr auf ihre Gesundheit achten als Männer.
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