Digitale Assistenten in der Pflege DRK: Alexa kommt ans Krankenbett

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Dem Fachkräftemangel in der Pflege wird vielerorts versucht, kreativ entgegenzutreten. Das Deutsche Rote Kreuz hat nun eine Kooperation mit Amazon geschlossen, die die Verwendung von Amazons Sprachassistenten Alexa beinhaltet. Stationäre wie ambulante Einrichtungen sollen künftig damit ausgestattet werden.

Die Personaldecke in Pflegeeinrichtungen ist angespannt. Digitale Devices können für Entlastung sorgen.(©  interstid - stock.adobe.com)
Die Personaldecke in Pflegeeinrichtungen ist angespannt. Digitale Devices können für Entlastung sorgen.
(© interstid - stock.adobe.com)

Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioreneinrichtungen ein selbstbestimmteres Leben inklusive digitaler Teilhabe anbieten. Unter dieser Prämisse stattet die DRK-Service GmbH in Zusammenarbeit mit der DiscVision Solution ambulante und stationäre Pflegeinrichtungen mit Amazons Sprachassistenten Alexa aus. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um die Standardversion des Assistenten, wie sie in zahlreichen Haushalten zum Einsatz kommt. Vielmehr wird auf den Standard „Alexa Smart Properties for Senior Living“ zurückgegriffen, welcher explizit für den Einsatz in diesen Umgebungen entwickelt wurde. Insbesondere auf die Realbedürfnisse von Seniorinnen und Senioren sowie deren Betreuungspersonen wurde dabei Wert gelegt. Mittelfristig soll die Alexa-Sprachtechnologie in DRK-Einrichtungen in ganz Deutschland zum Einsatz kommen.

Der DRK-Kreisverband Müllheim erprobt bereits seit längerem den operativen Einsatz von Alexa in Pflegeeinrichtungen. Das Projekt namens LeNa ermöglicht es den Seniorinnen und Senioren Kontakt mit ihren Angehörigen zu halten und soziale Teilhabe zu erfahren. Beispielsweise werden Bewegungsübungen oder Kulturangebote über das Amazon-Alexa-Ökosystem bereitgestellt.

Nicht zuletzt sollen auch die Pflegekräfte durch die Sprachassistenten nachhaltig entlastet werden. Ulrich Starz, Prokurist der DRK-Service GmbH betont, dass die Einführung von Alexa Smart Properties for Senior Living eine gute Grundlage darstelle, um älteren Menschen in Deutschland zu einem selbstständigeren, komfortableren und vernetzten Wohnen zu verhelfen.

Die Entwicklung des seniorengerechten Sprachassistenten wurde unter strenger Berücksichtigung von Datenschutzaspekten durchgeführt. So werden weder Accountdaten – wie etwa ein Amazonkonto – zur Nutzung benötigt noch werden die gesendeten Audiofiles gespeichert. Darüber hinaus kann – bei Bedarf – das Mikrofon des Sprachassistenten vollständig deaktiviert werden.

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