Landkreis Neustadt an der Waldnaab Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum: Projekt NEW SmartMed

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab hat einen Selektivvertrag mit der AOK Bayern geschlossen und erprobt eine neue digital-analoge Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Emilia Stauner, Landratsamt Neustadt an der Waldnaab; Daniela Peintinger, Gesundheitsamt für den Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Rainer Rewitzer, Bürgermeister von Pleystein; Jürgen Spickenreuther, Direktor der AOK Nordoberpfalz; Birgit Lanzl, MFA, und Andreas Meier, Landrat des Landkreises Neustadt an der Waldnaab (v. l. n. r.)(© Landratsamt Neustadt a.d.Waldnaab/Marcel Weidner)
Emilia Stauner, Landratsamt Neustadt an der Waldnaab; Daniela Peintinger, Gesundheitsamt für den Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Rainer Rewitzer, Bürgermeister von Pleystein; Jürgen Spickenreuther, Direktor der AOK Nordoberpfalz; Birgit Lanzl, MFA, und Andreas Meier, Landrat des Landkreises Neustadt an der Waldnaab (v. l. n. r.)
(© Landratsamt Neustadt a.d.Waldnaab/Marcel Weidner)

Das Konzept ist neu – und wiederum auch nicht: Bereits früher gab es Gemeinde- oder Dorfschwestern, die sich vor Ort um Patienten kümmerten. Unter den aktuellen Bedingungen mit einem wachsenden Anteil älterer, oft chronisch kranker Patienten und immer weniger Ärzten sind neue Lösungen und Strukturen gefragt, um die Versorgung im ländlichen Raum weiter zu sichern. Nichtärztliche medizinische Fachkräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle. So auch beim Modellprojekt „NEW SmartMed“, dem digital-analogen Versorgungsangebot in der Region Neustadt an der Waldnaab (NEW). Der Landkreis kooperiert hier mit der AOK Bayern auf Basis eines integrierten Versorgungsvertrags. Das heißt, Patientinnen und Patienten der teilnehmenden Praxen, die bei der AOK versichert sind, können die Dienste in Anspruch nehmen.

Zu diesen Dienstleistungen, die medizinische Fachangestellte (MFA) übernehmen, gehören Blutentnahmen, Blutzucker- und Blutdruckmessungen, Urinkontrollen, Fäden ziehen oder Verbandswechsel. Die Behandlungen finden an den Versorgungsstandorten, bei Bedarf auch bei den Patienten zuhause statt. Mittels Telemedizin sollen auch Untersuchungen wie EKG oder Lungenfunktionsprüfungen ermöglicht und die Ergebnisse direkt an die betreuende Haus- oder Facharztpraxis übertragen werden. Bei Fragen kann zudem auch die Ärztin oder der Arzt per Videosprechstunde direkt zu den Terminen hinzugezogen werden.

„Demografischer Wandel mit einer zunehmend alternden Bevölkerung sowie Ärztinnen und Ärzte, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen, stellen die Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum vor große Herausforderungen", erläutert Margit Hermann, Bereichsleiterin Versorgungsmanagement bei der AOK Bayern. „Wir fördern das innovative Projekt NEW SmartMed, um mit den Akteuren vor Ort Praxiserfahrungen zur Versorgungssicherung im Sinne unserer Versicherten zu sammeln."

Entwickelt und betrieben wird das Projekt smartmed-new.de vom Fraunhofer IESE. Es ist Bestandteil des Modellvorhabens Smarte.Land.Regionen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

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