HighCare Agenda umsetzen Kompetenzcluster innovative Pflege startet in Bayern

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Rund 4,4 Millionen Euro Förderung hat das Bayerische Gesundheitsministerium bewilligt: Damit kann das Kompetenzcluster innovative Pflege jetzt starten. Zehn Fachforen, Mustereinrichtungen, umfassender Austausch – die Beteiligten haben sich viel vorgenommen.

Offizieller Startschuss zum Aufbau des Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) am 10. Oktober 2025: Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach übergibt den Förderscheck an den ZTM e. V.(Bild:  ZTM)
Offizieller Startschuss zum Aufbau des Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) am 10. Oktober 2025: Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach übergibt den Förderscheck an den ZTM e. V.
(Bild: ZTM)

Bayern will mit der Highcare Agenda die Pflege zukunftsfähig machen. Damit aber Innovationen und digitale Lösungen auch in der Praxis ankommen, braucht es vor allem Austausch und Unterstützung. Diesen entscheidenden Part soll das neu gegründete Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) übernehmen, gefördert vom bayerischen Gesundheitsministerium. Die KiPf-Geschäftsstelle am Zentrum für Telemedizin (ZTM) in Bad Kissingen ist bereits eingerichtet. Die Übergabe der Fördermittel von rund 4,4 Millionen Euro durch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach an den ZTM e. V. am 10. Oktober markierte den offiziellen Start des Clusters.

Innerhalb von vier Jahren soll nun ein Netzwerk aufgebaut werden, das alle Initiativen rund um das Thema innovative Pflege in Bayern bündelt. Das KiPf will ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bei der Digitalisierung unterstützen und Innovationen in die Praxis bringen. Geplant sind zum Beispiel Musterpflegeeinrichtungen, mobile Pflege-Labs und ein Technologiekatalog. Ein Reifegradmodell und ein interaktives Planspiel sollen bei der Bewertung und Planung unterstützen. Auch Pflegende und Pflegebedürftige können sich informieren, nicht nur theoretisch – es soll regionale Infoveranstaltungen und eine Lernplattform geben –, sondern auch ganz praktisch in einer Musterwohnung.

Zehn Fachforen

Um die Arbeit zu strukturieren, organisiert die zentrale Geschäftsstelle beim ZTM zehn Fachforen zu den Themen :

  • Digitale Transformation,
  • Ethik,
  • Gesundheitsökonomie,
  • Pflegetechnologie,
  • Professionelle Pflege,
  • Robotik,
  • Teilhabe,
  • Translation und Prävention,
  • Wissenskommunikation und
  • Zukunftslabor.

Die Fachforenleitungen sind bereits besetzt, die Ziele und Arbeitsschwerpunkte sollen bis Ende Oktober definiert werden. Über die Website des Clusters erhalten Interessierte weitere Informationen zu den Fachforen und können sich für die Mitarbeit registrieren.

Laut der Website will das KiPf künftig auch Pflegetechnikexperten ausbilden – sobald das Schulungskonzept der FiPtec vorliegt. Dieses Kürzel steht für die „Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik“ beim Bayerischen Zentrum Pflege Digital an der Hochschule Kempten. Das ist die zweite Säule der bayerischen HighCare Agenda. Im Verbund mit den bayerischen Hochschulen und Universitäten mit pflegewissenschaftlicher Ausrichtung sollen neue Technologien entwickelt werden – Lösungen die sowohl Pflegebedürftigen als auch Pflegekräften helfen.

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