Chance zum Bürokratieabbau im Gesundheitswesen Marburger Bund fordert Überarbeitung des Transparenzgesetzes

Von Natalie Ziebolz 1 min Lesedauer

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Inmitten der Debatte um das Krankenhaus-Transparenzgesetz fordert der Marburger Bund eine umfassende Überarbeitung, insbesondere im Hinblick auf die stark kritisierten Bürokratielasten. Die 1. Vorsitzende, Dr. Susanne Johna, appelliert an die politischen Entscheidungsträger, die Chance zur effektiven Reduzierung der Verwaltungsaufgaben im Gesundheitswesen nicht zu versäumen.

Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes.(Bild:  Marburger Bund)
Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes.
(Bild: Marburger Bund)

Der Bundesrat hatte am 24. November den Bundestagsbeschluss zur Einführung eines Transparenzverzeichnisses blockiert und in den Vermittlungsausschuss überwiesen. „Die Intention des Gesetzes ist richtig, aber so, wie es vorgelegt worden ist, schafft es nicht mehr Transparenz, sondern es stiftet Verwirrung“, erklärte beispielsweise der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) diesbezüglich.

Auch der Marburger Bund sieht diesen Schritt als Möglichkeit: Die Überweisung des Krankenhaus-Transparenzgesetzes in den Vermittlungsausschuss durch den Bundesrat eröffnet die Möglichkeit einer grundlegenden Revision, so die 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Susanne Johna. „Diese Chance sollte nicht vertan werden. Das Gesetz gehört komplett auf den Prüfstand, vor allem mit Blick auf die Bürokratielasten. Wir können uns keinen weiteren Bürokratiezuwachs in der stationären Versorgung leisten, wir brauchen einen drastischen Bürokratieabbau“, führt sie weiter aus.

Kritisiert werden vor allem die im Gesetz festgelegten Meldepflichten der Krankenhäuser, die laut Johna zu unnötigen Doppelstrukturen und einem erheblichen zusätzlichen Bürokratieaufwand führen. „Niemand hat etwas gegen eine leicht zugängliche und für jedermann verständliche Information über Leistungsangebote, Fallzahlen und personelle Ausstattung. Die hierfür erforderlichen Angaben stehen aber jetzt schon in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser“, so Johan weiter. Es gäbe also eher ein Kommunikations- als ein Transparenzproblem. Dr. Johna schlägt vor, vorhandene Daten automatisiert aus den Klinikinformationssystemen zu extrahieren.

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