Baden-Württemberg MEDI:CUS-Gesundheitscloud: Kabinett beschließt dauerhaften Betrieb

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Im Projekt MEDI:CUS wird parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur auch an der Vorbereitung für den Regelbetrieb gearbeitet. Ein aktueller Kabinettbeschluss ermöglicht jetzt den dauerhaften Betrieb. Dafür soll zunächst ein Verein gegründet werden.

„Schritt für Schritt werden wir mit MEDI:CUS Silos in der Versorgungslandschaft aufbrechen und ein gemeinsames Ökosystem schaffen, um die Versorgung im Land immer weiter zu verbessern und unsere Leistungserbringer fit für die Zukunft zu machen“ (Manne Lucha, Sozial- und Gesundheitsminister in Baden-Württemberg).(Bild: ©  WACHI - stock.adobe.com / KI-generiert)
„Schritt für Schritt werden wir mit MEDI:CUS Silos in der Versorgungslandschaft aufbrechen und ein gemeinsames Ökosystem schaffen, um die Versorgung im Land immer weiter zu verbessern und unsere Leistungserbringer fit für die Zukunft zu machen“ (Manne Lucha, Sozial- und Gesundheitsminister in Baden-Württemberg).
(Bild: © WACHI - stock.adobe.com / KI-generiert)

Mit einem Kabinettsbeschluss vor gut zwei Jahren hat der baden-württembergische Ministerrat den Weg frei gemacht für ein ambitioniertes Vorhaben – eine landesweite cloudbasierte Datenplattform für Gesundheitsdaten in Versorgung und Forschung. Inzwischen hat MEDI:CUS nicht nur bundesweit Strahlkraft entwickelt, die Plattform nimmt auch immer mehr Gestalt an: Nach den erfolgreichen Tests zur technischen Anbindung im letzten Jahr läuft 2026 bereits die Pilotphase: 17 klinische Einrichtungen unterschiedlicher Größe sollen in den kommenden Monaten sukzessive angeschlossen werden.

Parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur arbeitet das Projektteam von Anfang an auch an einem Betriebs- und Finanzierungsmodell – damit das Projekt nach der Förderphase in den Regelbetrieb gehen kann. Die Gründung der MEDI:CUS-Zielorganisation ist für die erste Hälfte 2026 geplant, wie das Team mitteilte.

Gründung eines Vereins und einer GmbH geplant

Mit seinem Beschluss vom 3. März hat das Kabinett nun auch die dauerhafte Weiterführung des Projekts beschlossen – und damit „die Weichen für den zukünftigen Regelbetrieb gestellt“, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats erklärte.

Laut Kabinettsbericht sieht der Beschluss vor, einen Verein zu gründen, in dem das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration das Land als Ehrenmitglied vertreten soll. Alle am Projekt beteiligten Ministerien hätten ihr langfristiges Engagement für die MEDI:CUS-Plattform bekräftigt. Vor allem aber sollten sich die nutzenden Einrichtungen in diesem Verein engagieren und die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung der Plattform vorantreiben. „Das schafft Vertrauen und zeigt: Das Land Baden-Württemberg steht auch in Zukunft sichtbar und verlässlich hinter der MEDI:CUS-Vision“, erläuterte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Für den Betrieb und die operative Weiterentwicklung der Plattform soll der Verein dann eine GmbH gründen und dieser den strategischen Rahmen vorgeben. Damit soll auf der einen Seite der bislang erfolgreiche Projektansatz einer „größtmöglichen und verantwortlichen Beteiligung aller Stakeholder“ weiterverfolgt werden. Betrieb und operative Arbeit sollen aber weitgehend autark laufen, um mit der Geschwindigkeit und Dynamik der Digitalisierung Schritt halten zu können.

Über die Gesundheitscloud MEDI:CUS

MEDI:CUS steht für: Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher. Als cloudbasierte Datenplattform für den Gesundheitsbereich soll MEDI:CUS die Implementierung digitaler Fachanwendungen künftig vereinfachen und den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung ermöglichen. In dem Projekt arbeiten mehrere Ministerien gemeinsam: Seit 2023 bis Ende 2026 wird es vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus mit 25,6 Millionen Euro gefördert; die organisatorische Federführung hat das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen übernommen. Mit dem Aufbau der Plattform ist Govtech Deutschland beauftragt. Im Rahmen der Pilotphase sollen die 17 teilnehmenden Einrichtungen laut Plan eine von voraussichtlich jeweils zwei Telekonsil- und Messengerlösungen beziehen, testen und bis zur produktionsnahen Verwendung begleiten können.
Zur MEDI:CUS-Website

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