eHealth Summit 2025 Ein smartes und verlässliches Gesundheitssystem

Von Susanne Ehneß 4 min Lesedauer

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Es könnte schneller gehen, aber es ist auch schon ganz viel passiert: Beim diesjährigen „eHealth Summit“ kamen Fortschritte und Bedarfe rund um die Digitalisierung im Gesundheitswesen ungefiltert auf den Tisch.

Rege Diskussionen und viel Output: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „eHealth Summit“ trugen mit ihrem Esprit und ihrem Transformationswillen zu einer gelungenen Veranstaltung bei.(Bild:  Manuel Emme)
Rege Diskussionen und viel Output: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „eHealth Summit“ trugen mit ihrem Esprit und ihrem Transformationswillen zu einer gelungenen Veranstaltung bei.
(Bild: Manuel Emme)

„Optimismus ist gut fürs Herz“, sagte Prof. Dr. Tobias D. Gantner in seiner Keynote auf dem „eHealth Summit“ und ergänzte, dass er immer froh sei, wenn er nicht der Klügste im Raum sei, damit er von anderen lernen könne. Diese zwei Aspekte – Optimismus und Lernbereitschaft – sind im Digitalisierungskontext enorm wichtig und ließen sich auch umschreiben mit „kollaborieren, anstoßen, nachbessern, am Ball bleiben“. Auf dem eHealth Summit, der im „Hotel Atlantic“ in Heidelberg stattfand, gab es für Optimismus und Lernbereitschaft zahlreiche Gelegenheiten. Neben Keynotes zu aktuellen Pain Points und Best Practices war ausreichend Zeit zum Austausch und Networken.

eHealth Summit 2025
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Den Keynote-Auftakt machte Prof. Dr. Martin Dugas, der quasi als Hausherr – er ist Direktor des Instituts für Medizinische Informatik an der Uniklinik Heidelberg – seine Sicht der Transformationsbemühungen darlegte. Das Heidelberger Klinikum beschrieb er als Ökosystem, das ab Januar 2026 durch den „Verbund Heidelberg-Mannheim“ noch gestärkt werde. Der Zusammenschluss der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim ermögliche Expertise für seltene Krankheiten, einen erleichterten Zugang zu Spezialtherapien und biete natürlich auch eine bessere Datenbasis. Bereits jetzt steht Heidelberg gut da: Laut „Newsweek“-Liste liegt die Uniklinik derzeit auf Platz 14 der weltbesten Krankenhäuser. Auf Deutschland bezogen, belegt Heidelberg den zweiten Platz hinter der Berliner Charité.

Vorreiterprojekt Gesundheitscloud

Vorreiter ist Baden-Württemberg auch beim Thema Cloud; Alexander Becker und Dr. Sarah Krieg berichteten vom Projekt MEDI:CUS. Die Gesundheitscloud soll einen schnellen und sicheren Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten ermöglichen. Becker ist MEDI:CUS-Projektleiter am Ministerium für Inneren, für Digitalisierung und Kommunen und gab ein Update zum Status quo. Dr. Krieg berichtete von Anwenderseite, ihr Universitätsklinikum Ulm war von Anfang an bei MEDI:CUS dabei. „Die Digitalisierung kommt, ob wir wollen oder nicht. Wir können nur versuchen, sie sinnvoll zu gestalten“, stellte Becker fest. Das baden-württembergische Projekt ist ein Beispiel für solch eine sinnvolle und auch notwendige Mitgestaltung. „Wir kommen an einer Cloudifizierung nicht vorbei“, machte Becker klar.

Diskussionen um die Patientenakte

Daniela Aufermann, CDO der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, und Dr. med. Songül Secer, Fachärztin und eHealth-Leitung an der Universitätsmedizin Halle, blickten anschließend auf die elektronische Patientenakte (ePA). Aufermann erzählte von Erfahrungen aus der Pilotregion Nordrhein-Westfalen mit zehn Krankenhäusern und verschiedenen Praxen. „Die ePA ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein kulturelles Innovationsprojekt“, stellte Aufermann fest. Secer lenkte den Blick auf die Nutzbarkeit der Daten für und in der ePA, beispielsweise durch Wearables.

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