Uniklinikum Würzburg Medikamente aus dem Automaten

Von Natalie Ziebolz 1 min Lesedauer

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Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) führt für die Medikamentenversorgung ein vollautomatisches Verpackungs- und Ausgabesystem ein. Als erste Klinik in Unterfranken setzt das UKW auf das „Unit-Dose“-System, das die Sicherheit und Transparenz der Arzneimitteltherapie verbessern soll.

Das UKW ist die erste Klinik in Unterfranken mit dem Unit-Dose-System. Die Medikamente werden dabei hygienisch und sicher automatisiert in kleine Tütchen verpackt.(© UKW / A. Wolf)
Das UKW ist die erste Klinik in Unterfranken mit dem Unit-Dose-System. Die Medikamente werden dabei hygienisch und sicher automatisiert in kleine Tütchen verpackt.
(© UKW / A. Wolf)

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) hat die manuelle Zusammenstellung der Medikation fast vollständig durch ein vollautomatisches Verpackungs- und Ausgabesystem ersetzt. Mit dem neuen „Unit-Dose“-System erhalten Patientinnen und Patienten individuell verpackte Arzneimittel in kleinen Tütchen. Dadurch soll die Medikamentensicherheit erheblich verbessert werden: „Durch die Unit-Dose-Versorgung werden Tabletten, Kapseln oder Dragees mithilfe eines Automaten hygienisch und sicher für jede Patientin und jeden Patienten verpackt und beschriftet. Diese Tütchen enthalten alle relevanten Informationen, wie den Namen des Patienten, das Geburtsdatum, die Anzahl der Tabletten sowie Hinweise zur Einnahme“, erklärte Dr. Mareike Kunkel, Leiterin der Apotheke am UKW.

Der Ablauf bis dahin läuft wie folgt: Zunächst bedarf es einer elektronischen Verordnung durch die behandelnden Ärzte, anschließend folgt eine Plausibilitätsprüfung durch die Apotheker. Nach der Freigabe erfolgt die automatische Verpackung und eine zusätzliche Kontrolle durch ein spezielles Gerät, das den Inhalt jeder Tüte mit einer Datenbank abgleicht. Erst dann werden die Tütchen an die Stationen geliefert, wo das Pflegepersonal die Medikation überprüft und verteilt. Die behandelnden Ärzte überwachen anschließend die Wirkung der Arzneimittel und passen die Medikation bei Bedarf an. Aktuell ist dieses Vorgehen mit bis zu 750 festen oralen Arzneimitteln möglich.

Das „Unit-Dose“-System wird zunächst auf ausgewählten Pilotstationen eingeführt und später schrittweise erweitert. Zuvor erhielten die Stationsteams bereits umfangreiche Schulungen. PD Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW, ist sicher: „Mit dem neuen System verbessern wir unsere Behandlungsqualität und -sicherheit.“

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