Smarte IT und KI Moderne IT-Infrastrukturen für eine bessere Versorgung

Ein Gastbeitrag von Gabriel Frasconi 2 min Lesedauer

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In einer Zeit, in der das deutsche Gesundheitssystem unter enormem Druck steht, bieten intelligente IT-Lösungen mehr als nur technischen Fortschritt – sie werden zum Rettungsanker für überlastete Einrichtungen.

Künstliche Intelligenz kann nicht nur medizinische Angestellte im Arbeitsalltag entlasten, sondern auch den IT-Support.(©  mindscapephotos - stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz kann nicht nur medizinische Angestellte im Arbeitsalltag entlasten, sondern auch den IT-Support.
(© mindscapephotos - stock.adobe.com)

Überfüllte Wartezimmer, zunehmender Fachkräftemangel und steigende Kosten – für viele Gesundheitseinrichtungen sind diese Herausforderungen heute Alltag. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Servicequalität, Transparenz und digitale Zugänglichkeit. Um diesen komplexen Anforderungen gerecht zu werden, rückt im Gesundheitswesen die Digitalisierung in den Fokus strategischer Überlegungen. Digitale Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Abläufe integrieren lassen sind entscheidend – sie müssen intuitiv, schnell einsatzbereit und darauf ausgelegt sein, Mitarbeitende effektiv zu entlasten.

IT-Service-Management als Effizienztreiber

Moderne IT-Infrastrukturen und gezielt eingesetzte IT-Service-Management-Systeme (ITSM) helfen, interne Support- und Verwaltungsprozesse deutlich zu verschlanken. Anfragen zu IT-Störungen, Ausstattung oder digitalen Diensten lassen sich durch strukturierte Ticketing-Systeme, Self-Service-Portale und automatisierte Workflows schneller bearbeiten. Dadurch wird nicht nur der IT-Support entlastet, sondern auch medizinisches und pflegerisches Personal gewinnt wertvolle Zeit für die Patientenversorgung.

Gesundheitseinrichtungen können durch die Konsolidierung heterogener IT-Systeme in eine cloudbasierte Plattform die Zahl digital gestellter Anfragen signifikant erhöhen. Dies kann dazu beitragen, telefonische Rückfragen zu reduzieren, den Support zu beschleunigen und die Zufriedenheit des Personals zu steigern.

Automatisierung und KI für effizientere Abläufe

Self-Service-Portale und automatisierte Prozesse ermöglichen es Mitarbeitenden, Routineanfragen selbstständig zu lösen oder weiterzuleiten. KI-gestützte Priorisierung reduziert Wartezeiten und verhindert Engpässe. Standardanfragen lassen sich so effizienter abwickeln, ohne dass zusätzliche personelle Ressourcen notwendig sind.

Der NHS-Stiftungsträger des „Princess Alexandra“-Krankenhauses in der Region Essex beispielweise konnte die Zahl seiner offenen IT-Tickets innerhalb von drei Monaten von über 1.300 auf rund 550 senken, und dabei gleichzeitig nahezu alle SLA-Verstöße komplett vermeiden. In einer weiteren Klinik mit rund 10.000 Mitarbeitenden konnten mithilfe KI-gestützter Tools monatlich rund 210.000 Anfragen effizienter bearbeitet werden.

Digitalisierung als strategischer Erfolgsfaktor

Die Einführung moderner IT- und KI-Systeme wird zunehmend als strategischer Erfolgsfaktor verstanden. Viele Einrichtungen erkennen, dass Investitionen in digitale Infrastruktur nicht nur Effizienz und Kosten beeinflussen, sondern auch Versorgungssicherheit, Mitarbeiterzufriedenheit und die Attraktivität als Arbeitgeber stärken.

Erfolgreiche Digitalisierung erfordert mehr als neue Technologien. Entscheidend sind eine klare Zielsetzung, die Einbindung der Nutzergruppen und ein Fokus auf Anwenderfreundlichkeit. Systeme müssen sich nahtlos integrieren lassen und dürfen keine zusätzliche Komplexität erzeugen. Schulung, Change Management und Monitoring sind essenzielle Erfolgsfaktoren.

Auch politische Strategien und Förderprogramme unterstützen diese Entwicklung zunehmend. Weltweit setzen Regierungen auf Digitalisierung als Schlüssel zur Modernisierung öffentlicher Dienstleistungen. Trotz regionaler Unterschiede ist das Ziel ähnlich: ein widerstandsfähigeres, zugänglicheres und besser vernetztes Gesundheitssystem.

Zukunftsfähige Versorgung braucht digitale Grundlage

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen ist kein kurzfristiger Trend, sondern notwendig, um Versorgung unter wachsendem Druck aufrechtzuerhalten. IT-gestützte Prozesse und KI-gestützte Automatisierungen entlasten das Personal, verbessern die Dienstleistungsqualität und stärken die Resilienz von Organisationen.

In einer komplexer werdenden Versorgungswelt ist Technologie kein Gegensatz zur Fürsorge, sondern ihr „Ermöglicher“. Digitalisierung muss als integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Strategie verstanden werden. Wenn Technologie den Menschen dient, nicht umgekehrt, wird Digitalisierung zu einem echten Hebel für bessere Versorgung. Gerade im Gesundheitswesen braucht es Software, die nicht nur funktioniert – sondern entlastet, unterstützt und mitdenkt.

Gabriel Frasconi
ist VP & General Manager South Europe & DACH bei Freshworks.

Bildquelle: Freshworks GmbH

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