Gesundheitswesen

NIS-2-Richtlinie: Neue Ära der Cybersicherheit

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Strategien zur Stärkung der Cybersicherheit im Gesundheitswesen

Ein erfolgversprechender Ansatz zur Umsetzung aller Anforderungen beginnt mit einer umfassenden Risikobewertung der Schwachstellen und Bedrohungen ihrer jeweiligen IT-Infrastruktur. Auf Basis der Ergebnisse können sie anschließend die richtigen Maßnahmen ergreifen. Viel Unterstützung bei der Umsetzung erhalten Leistungserbringer bei Bedarf durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern, die über das erforderliche Fachwissen verfügen.

Die Implementierung fortschrittlicher Sicherheitslösungen minimiert Risiken und stärkt die Cyberresilienz. Zu raten ist auch, Technologien nicht separat voneinander zu nutzen, sondern sie zu verbinden und zu kombinieren oder eine einheitliche Lösung zu wählen. Diese ganzheitliche Herangehensweise an die IT-Sicherheit optimiert die Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen. Zugleich entsteht ein umfassender Überblick über die Sicherheitslage – von Endpunkten über das gesamte Netzwerk bis hin zu Cloud-Umgebungen.

Leistungserbringer können zudem eine Zero-Trust-Architektur aufbauen. Das Prinzip dahinter: Anstatt Benutzern im eigenen Netzwerk zu vertrauen, werden sie kontinuierlich überprüft, um die Endpunktsicherheit zu maximieren. Mitarbeiter erhalten auch nur Zugriff auf die Systeme, die sie wirklich benötigen. Das schränkt den Aktionsradius von Bedrohungsakteuren ein, wenn sie in Benutzerkonten eindringen.

Die Schulung und Sensibilisierung der Belegschaft trägt auch zu mehr Cybersicherheit bei. Wenn Mitarbeiter die aktuelle Bedrohungslage und das entsprechende richtige Verhalten genau kennen, sinkt das Risiko menschlicher Fehler, die häufig Sicherheitsvorfälle verursachen.

Auf KI-Lösungen vertrauen

Im Hinblick auf die Auswahl der richtigen Sicherheitslösungen gewinnt der Einsatz von KI zunehmend an Bedeutung. Die Technologie sorgt nicht nur für eine neue Art von Bedrohungen, sondern kann Cyberangriffe auch eindeutig identifizieren sowie schnell und effektiv abwehren. Lösungen, die KI zur Automatisierung vieler bisher manueller Aufgaben bei der Cyberabwehr nutzen, arbeiten erfolgreich und sparen IT-Teams viel Zeit und Aufwand. Gleichzeitig melden die Lösungen neue Sicherheitsvorfälle in Echtzeit und helfen so, die kurzen Meldefristen einzuhalten, die nun die NIS-2-Richtlinie vorsieht. Idealerweise werden die nationalen Gesetze, die aus der NIS-2-Richtlinie folgen, angesichts dieser Vorteile alle den Einsatz der Technologie fördern.

Absehbare positive Auswirkungen

Mit der NIS-2-Richtlinie kommt in Bezug auf die Cybersicherheit eine neue Dynamik in das deutsche Gesundheitswesen. Die individuellen Antworten von Leistungserbringern auf die EU-weiten und nationalen Vorgaben werden den Schutz und die Sicherheit von Patientendaten verbessern und zur Kontinuität der medizinischen Versorgung beitragen. Führungskräften hilft der regulatorische Druck dabei, die Gelder für die erforderlichen Maßnahmen und den Aufbau neuer Strukturen bewilligt zu bekommen.

Außerdem fördert das gemeinsame Ziel der Konformität mit der NIS-2-Richtlinie potenziell die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Branchenvertretern und Behörden. Der Austausch über Erfahrungen und Erkenntnisse, bewährte Methoden und neue Technologien kann in Zukunft zu weiteren bedeutenden Fortschritten führen. Die aktuelle Situation bietet Unternehmen demnach auch die Chance, als Vorreiter die Cybersicherheit von morgen aktiv mitzugestalten.

Sebastian Gerlach
Senior Director Policy & Public Sector Enablement EMEA bei Palo Alto Networks

Bildquelle: Palo Alto Networks

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