Pilotprojekt des Bundesinnungsverbandes BIV-OT Orthopädie: Arztpraxen können eVerordnung für Hilfsmittel testen

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Im Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel können – nach Sanitätshäusern und Kostenträgen – jetzt erstmals auch Arztpraxen integriert werden, zwei PVS-Anbieter stellen die technischen Grundlagen dafür bereit.

In der neuen Projektphase können eVerordnungen für Hilfsmittel wie Bandagen, Kompressionsstrümpfe, orthopädische Einlagen, Rollstühle, Orthesen oder Prothesen nun auch in den Arztpraxen erprobt werden. (© Marc Calleja – stock.adobe.com)
In der neuen Projektphase können eVerordnungen für Hilfsmittel wie Bandagen, Kompressionsstrümpfe, orthopädische Einlagen, Rollstühle, Orthesen oder Prothesen nun auch in den Arztpraxen erprobt werden.
(© Marc Calleja – stock.adobe.com)

Am 1. Juli 2027 wird die eVerordnung für Hilfsmittel verpflichtend. Was noch nach viel Zeit klingen mag, braucht frühzeitige Vorbereitung. Im Bereich der orthopädischen Hilfsmittel läuft dazu bereits ein großes Pilotprojekt unter Leitung des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT). „Damit Leistungserbringer am 1. Juli 2027 nicht dasselbe Chaos erwartet wie bei dem eRezept Arzneimittel“ – wie der BIV-OT auf seiner Website schreibt – , soll in dem Projekt der gesamte Prozess der Verordnung, vom Arzt über Versicherte, Sanitätshäuser und orthopädietechnische Betriebe bis hin zu den Kostenträgern, digital abgebildet und stufenweise optimiert werden. Dabei seien viele unterschiedliche Akteure, ein umfangreiches Verordnungs- und Versorgungsspektrum und zahlreiche verschiedene IT-Systeme unter einen „digitalen Hut“ zu bringen. Das Pilotprojekt ist laut BIV-OT wettbewerbsneutral an der Infrastruktur und den Schnittstellen der gematik ausgerichtet.

Ende-zu-Ende-Prozess

Bei der Integration der verschiedenen Akteure gehen die Projektverantwortlichen schrittweise vor: „Nach Sanitätshäusern und Kostenträgern sind nun die Arztpraxen an der Reihe", erläutert Thomas Münch, Vorstandsmitglied des BIV-OT. Die entsprechenden technischen Lösungen haben die beiden Anbieter von Praxisverwaltungssoftware (PVS) INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH und Zollsoft GmbH entwickelt und im Projekt bereitgestellt. „Mithilfe der neuen Partner können wir in die nächste Phase des Pilotprojektes übergehen und die praktische Umsetzung der eVerordnungen für Hilfsmittel wie Bandagen, Kompressionsstrümpfe, orthopädische Einlagen, Rollstühle, Orthesen oder Prothesen in Arztpraxen erproben“, so Münch.

Somit werde der Ende-zu-Ende-Prozess vervollständigt und auch die Arztpraxen könnten die Lösungen nun im Versorgungsalltag testen.

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