Bündnis Digitalisierung in der Pflege Pflege: Chancen der Digitalisierung ungenutzt

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die Potenziale digitaler Lösungen in der Pflege würden längst nicht ausgeschöpft, kritisiert das Bündnis Digitalisierung in der Pflege und fordert eine klare Strategie, Priorisierung – und verlässliche Finanzierung.

Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege fordert u.a. einen Fonds für digitale Innovationen in der Pflege – analog zum Krankenhauszukunftsfonds.(Bild: ©  LELISAT - stock.adobe.com / KI-generiert)
Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege fordert u.a. einen Fonds für digitale Innovationen in der Pflege – analog zum Krankenhauszukunftsfonds.
(Bild: © LELISAT - stock.adobe.com / KI-generiert)

Zu einem „Bündnis Digitalisierung in der Pflege“ haben sich bereits 2020 neun Verbände aus dem Sozial-, Pflege- und Gesundheitswesen zusammengeschlossen. Anlässlich des 5-jährigen Bestehens hat das Bündnis ein Fachgespräch organisiert, um über Best-Practices, Chancen und Hürden der Digitalisierung, aber auch die Anforderungen an die Bundesregierung zu diskutieren. Eingeladen waren Vertreter aus Politik und Pflegepraxis, darunter auch die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler. Diese habe betont, dass die Digitalisierung im Rahmen des anstehenden Pflegereformprozesses eine wichtige Rolle spielen müsse und werde. 

Als Ergebnisse der Diskussionen halten die Veranstalter fest, dass digitale Lösungen die Pflege bereits erheblich verbessern und erleichtern und auch noch mehr Potenzial bergen. Jedoch fehle es an politischer Verbindlichkeit, um digitale Lösungen schnell und umfassend in die Fläche zu bringen.  

Das Bündnis fordert von der Bundesregierung, Vertreter der Pflegebranche eng in die weiteren Schritte zur Pflegedigitalisierung einzubinden. Weitere Forderungen sind:

  • ein „verbindlicher Strategieplan“, der klare Standards setzt, Prozesse koordiniert und messbare Fortschritte im Laufe des Jahres 2026 sicherstellt – nachdem fehlende Priorisierung und wiederholte Fristverschiebungen in der Vergangenheit Investitionen ausgebremst hätten.
  • Die Refinanzierung der Pflegedigitalisierung zu reformieren, u. a. mit einer Digitalisierungspauschale in den Leistungsentgelten sowie Personalschlüsseln für Digitalisierungspersonal in den Landesrahmenverträgen.
  • generell eine Gesetzgebung, die digitale Lösungen nachhaltig finanziert und die Pflege auf den aktuellen Stand der Digitalität bringt.
  • einen Fonds für digitale Innovationen in der Pflege – analog zum Krankenhauszukunftsfonds, auch um Planungssicherheit zu gewährleisten.
  • Digitalkompetenzen systematisch in Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verankern: „Neue Tätigkeitsprofile an der Schnittstelle von Pflege, Therapie und Technologie sind erforderlich, damit digitale Lösungen nicht nur vorhanden sind, sondern auch genutzt und weiterentwickelt werden“ sowie
  • Datensicherheit, einheitliche Datensprache und standardisierte Schnittstellen.

Zum Bündnis Digitalisierung in der Pflege gehören die Verbände:

  • Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
  • Bundesverband Gesundheits-IT– bvitg e. V. (bvitg)
  • Care for Innovation – Innovation pflegen e. V.
  • Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e. V. (DEVAP)
  • Deutscher Pflegerat e. V. (DPR)
  • Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung e. V. (FINSOZ)
  • Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft e. V. (vediso)
  • Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e. V. (VdDD)
  • Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e. V. (VKAD)

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