DiGA-Report 2025
Rekordzahlen trotz erschwerter Bedingungen

Von Johannes Kapfer 5 min Lesedauer

Über 1,7 Millionen Mal haben Patienten in Deutschland bislang digitale Therapien genutzt. Doch während die Nachfrage boomt, kämpfen Hersteller mit Bürokratie, gescheiterten E-Rezept-Piloten und einer Zertifizierungspflicht, die das Fast-Track-Verfahren faktisch ad absurdum führt.

DiGA gilt als deutsches Erfolgsmodell und dennoch verschärfen sich die Regularien zusehends.(Bild: ©  AnnJane - stock.adobe.com)
DiGA gilt als deutsches Erfolgsmodell und dennoch verschärfen sich die Regularien zusehends.
(Bild: © AnnJane - stock.adobe.com)

Deutschland hat vor fünf Jahren Neuland betreten. Als erstes Land der Welt hatte es digitale Therapien in die Regelversorgung aufgenommen. Seitdem haben Patienten über 1,7 Millionen Mal auf Digitale Gesundheitsanwendungen zugegriffen. Mehr als die Hälfte davon allein im vergangenen Jahr – und die Nachfrage wächst weiterhin im zweistelligen Prozentbereich. Das geht aus dem dritten DiGA-Report des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) hervor, der die Versorgungsentwicklung bis Ende 2025 analysiert. Hinter den Rekordzahlen verbergen sich allerdings wachsende Hürden, die den Zugang für Patienten erschweren und Innovationen ausbremsen.

Fünf Jahre digitale Therapien: Die Bilanz in Zahlen

Was 2020 mit einer Handvoll Anwendungen begann, hat sich zu einem breiten Versorgungsangebot entwickelt. Ende 2025 waren knapp 60 DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet – der Großteil davon dauerhaft. Das Angebot reicht von Psychotherapie-Apps über digitale Rückentrainings bis hin zu Anwendungen bei Diabetes und Tinnitus. Die Kategorie Psyche dominiert dabei mit rund der Hälfte aller gelisteten DiGA.

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