Künstliche Intelligenz Sensortechnik unterstützt im OP

Quelle: Pressemitteilung Sectorcon 2 min Lesedauer

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Das Projekt Transfer von Sectorcon soll Komplikationen im OP früher erkennen. Kernstück ist eine Datenplattform, mit der Sensordaten in Echtzeit an KI-Modelle übermittelt werden können.

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Big Data entwickeln die Transfer-Projektpartner die Anästhesieüberwachung weiter.(Bild:  Aurelia-Film/Sectorcon)
Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Big Data entwickeln die Transfer-Projektpartner die Anästhesieüberwachung weiter.
(Bild: Aurelia-Film/Sectorcon)

Ein Leuchtturmprojekt von Sectorcon, ein Entwicklungsunternehmen für hochspezialisierte Technologielösungen, ist die Entwicklung des Medizingeräts Concardiac Air – eines nicht-invasiven Monitoring-Systems zur Überwachung der hämodynamischen Gesamtsituation von Patienten während Operationen. Die Sensortechnik ermöglicht Ärzten, Instabilitäten früher zu erkennen und Komplikationen zu vermeiden. Zukünftig soll Concardiac Air standardmäßig in allen Kliniken zur Anästhesieüberwachung eingesetzt werden.

Das aktuelle Projekt Transfer trägt zu dieser Entwicklung bei: Die Ergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung von Concardiac Air ein. „Unser nächstes Ziel ist es, die Lösung, die im Zuge von Transfer entwickelt wird, für Investoren und strategische Partner interessant zu machen“, sagt Roland Kopetsch, Geschäftsführer der Sectorcon. „Denn eines ist klar: Als KMU werden wir es nicht allein schaffen, ein bahnbrechendes Medizingerät auf den Markt zu bringen. Wir brauchen größere Partner, die diesen Weg mit uns gehen.“ Sectorcon unterstützt als Forschungspartner seit über 30 Jahren vielseitige Projekte aus den Bereichen Mess- und Sensortechnik, Software, Industrie, Raum- und Luftfahrt sowie Medizin.

Das Projekt Transfer

Noch immer kommt es bei rund 10 Prozent aller Operationen weltweit zu Komplikationen. Die Folge sind oft weitere Erkrankungen, die zu langen Krankenhausaufenthalten und hohen Kosten führen. Besonders signifikant: In den Industrieländern ist die postoperative Sterblichkeit die dritthäufigste Todesursache. Mit verbesserten Überwachungssystemen ließe sich die Komplikationsrate deutlich senken – genau hier setzt das Projekt Transfer an.

Sectorcon möchte in Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern dazu beitragen, dass weniger Patienten unter den Folgen von OP-Komplikationen wie Herzinfarkten oder Nierenversagen leiden. Derzeitige Überwachungssysteme erlauben Anästhesisten meistens erst ein Eingreifen, wenn eine kritische Situation bereits eingetroffen ist. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data entwickeln die Partner die Anästhesieüberwachung weiter und verbessern so die Patientenversorgung.

Als Kernstück ihrer Arbeit bei Transfer will Sectorcon eine nachhaltige Datenplattform schaffen, mit der Sensordaten in Echtzeit an KI-Modelle übermitteln können. Aus Daten des digitalen Krankenhaus-Informationssystems (KIS) wird ein KI-Modell zur besseren Überwachung der Patienten trainiert.

Das Projekt Transfer hat das Potenzial, die Anästhesiologie voranzubringen: Bei 16 Millionen chirurgischen Eingriffen pro Jahr in Deutschland und einer Komplikationsrate von 10 Prozent kann eine verbesserte Überwachung viel Leid ersparen. Zugleich werden Krankenhauskosten gesenkt und Freiräume für eine intensivere Patientenbetreuung eröffnet.

Projektdaten
  • Projektname: Artificial intelligence driven anesthesia – standard monitoring of the future – Transfer
  • Projektvolumen: 2.172.950 Millionen Euro, davon 1.479.400 Millionen Euro Förderanteil durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  • Projektträger: VDI Technologiezentrum GmbH
  • Projektpartner: Charité – Universitätsmedizin Berlin, Technische Universität Berlin, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), ID GmbH & Co. KGaA
  • Projektlaufzeit: bis 31. Dezember 2027

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal Devicemed.

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