Kurzstudie des NEGZ Studie: Infektionsdaten effizient melden

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Wissenschaftler der Hochschule Pforzheim haben in einer Studie zusammengestellt, wie eine effiziente Erfassung und Bereitstellung von Gesundheitsdaten funktionieren kann.

Cover der Studie „Infektionsdaten effizient melden“.(©  NEGZ)
Cover der Studie „Infektionsdaten effizient melden“.
(© NEGZ)

Im Rahmen einer Kurzstudie haben sich das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) und die Hochschule Pforzheim mit der Qualität meldepflichtiger Infektionsdaten befasst. „Die Covid-19-Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig schnelle und qualitative Daten sind, um fundierte gesundheitspolitische Entscheidungen zu treffen“, heißt es dazu vom NEGZ. Schwachstellen habe es vor allem bei der Erfassung und Übermittlung meldepflichtiger Infektionsdaten durch Fax- oder E-Mail-Nachrichten gegeben.

In der Studie „Infektionsdaten effizient melden – Datenstrategie zur Erfassung und Bereitstellung meldepflichtiger Infektionsdaten” haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Pforzheim nun zusammengestellt, wie eine effizientere Erfassung und Bereitstellung von Gesundheitsdaten aussehen kann. Dabei haben sie Lösungsansätze für eine zukünftige Datenstrategie entwickelt und sich auch des Themas Datenqualität – in Kombination mit Datenbereitstellung und -verfügbarkeit – angenommen.

Die Studie verdeutlicht, dass eine nationale Datenstrategie den Informationsaustausch zwischen Behörden, Ärzten und Bürgern unterstützt. Zudem erweise sich die Nutzung des FAIR-Standards für den Datenaustausch und die Umsetzung der elektronischen Meldung als gute Grundlage, um künftig eine schnellere, wirkungsvollere Bekämpfung einer Pandemie zu ermöglichen. Das Robert-Koch-Institut hat bereits Ende 2022 begonnen, Daten nach den FAIR-Prinzipien umzusetzen.

Die Autorinnen und Autoren der Studie empfehlen außerdem, das gesamte Meldesystem unter Beachtung eines ganzheitlichen und prozessübergreifenden einheitlichen Ansatzes umzusetzen, um wichtige Gesundheitsdaten für weitere Forschungszwecke zu nutzen.

Zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen der Studie

● Anwendung der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable), um
die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit
digitaler Daten zu verbessern
● Implementierung und Optimierung von IT-Systemen für eine effiziente
Datenverarbeitung und -übermittlung
● Erhöhung des Automatisierungsgrades und Parallelität der Verarbeitung durch
Informationssysteme (DEMIS und ePA)
● Standardisierung und Vereinheitlichung der Meldeprozesse kann die Datenerhebung
und -bereitstellung deutlich verbessern und Medienbrüche verhindern (Meldungen
per Fax oder E-Mail)
● Implementierung von Push-Verfahren
● Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit neuen
Prozessen und IT-Systemen
● Regelmäßiges Feedback und Überwachung der Prozessleistung, um Agilität zu
ermöglichen

Zur Studie

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