Bayern Virtuelle Kinderklinik wird um Tele-Intensivmedizin erweitert

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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In Bayern wird die „Virtuelle Kinderklinik“ weiter ausgebaut: Ab Januar sind auch telemedizinische Beratungen in der Intensivmedizin möglich.

Prof. Dr. med. Matthias Keller, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik Dritter Orden inm Passau, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, koordiniert die Fachgruppe virtuelle Kinderklinik.(© Kinderklink Passau)
Prof. Dr. med. Matthias Keller, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik Dritter Orden inm Passau, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, koordiniert die Fachgruppe virtuelle Kinderklinik.
(© Kinderklink Passau)

Die bayerischen Kinderkliniken setzen auf Vernetzung: Vor gut einem Jahr startete die „Virtuelle Kinderklinik“, ein digitales Netzwerk zum klinikübergreifenden Ressourcenmanagement und zur telemedizinischen Nutzung von Fachexpertisen. Initiiert wurde das Projekt vom bayerischen Landesverband der leitenden Kinderärzte, IT-Partner für Konzept und Umsetzung der Kommunikationsplattform ist die Universität Passau. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, wurde im ersten Schritt das Bettenmanagement umgesetzt, um im Ernstfall schnell einen freien Platz in einer geeigneten Klinik zu finden – eine Lehre aus der RSV-Infektionswelle 2022. Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums beteiligen sich 38 von 44 Krankenhäusern, das Bettenmanagement für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen sei besser und effizienter geworden. „Ab Januar werden rund 95 Prozent der Bettenkapazitäten in Kinderkliniken und Krankenhäusern mit pädiatrischen Abteilungen an das Netzwerk angeschlossen sein. Das entspricht 2.443 von 2540 für das Netzwerk verfügbaren Betten“, so die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

Telekonsultation in der Kinder-Intensivmedizin

Ab Januar startet die zweite Stufe: die Möglichkeit für telemedizinische Konsultationen in der Kinder-Intensivmedizin. „Das bedeutet, dass sich die vor Ort behandelnden Ärzte bei schwierigen oder unklaren Fällen mit Experten in anderen Kliniken über das digitale Netzwerk zum Beispiel über Videoberatungen austauschen können, so dass medizinisches Spezialwissen bei allen Netzwerkbeteiligten stets verfügbar ist“, erläutert Judith Gerlach. Spitzenmedizin soll so an allen Standorten verfügbar gemacht werden.

Die Idee für die Plattform kommt aus der Praxis – von Professor Dr. Matthias Keller, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik Dritter Orden Passau und Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche. Er ist Vorsitzender des Landesverbands der leitenden Ärzte der bayerischen Kinderkliniken und Koordinator der Fachgruppe virtuelle Kinderklinik. „Mit dem Start des Intensivnetzwerkes erreichen wir einen Meilenstein, der jetzt konkret die Versorgung verbessern und Kinderleben retten wird“, so Keller. „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass die virtuelle Kinderklinik in Zukunft eine wichtige Säule zur Sicherstellung einer hochwertigen flächendeckenden spezialisierten Versorgung kranker Kinder sein wird“.

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