Abwehr von Cyber-Angriffen durch eine sichere mobile Strategie
Eine Verletzung der Cybersicherheit oder ein Cyberangriff im Gesundheitswesen kann schwerwiegende Folgen für die Organisation haben. Verstöße kosten viel Geld und schaden dem Ruf des Krankenhauses - ganz zu schweigen von der Gefährdung der Patientenversorgung. Das Ausmaß und die Häufigkeit von Datenschutzverletzungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Der BSI-Bericht 2022 zeigt, dass es im Jahr 2022 insgesamt 76 Datenschutzverletzungen in deutschen Krankenhäusern gab. Das ist ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Datenlecks sind auf menschliches Versagen zurückzuführen, aber auch unzureichende Standards bei der Nutzung mobiler Technologien haben dazu beigetragen. Unzureichend gesicherte mobile Geräte können die Angriffsfläche im Gesundheitswesen vergrößern und letztlich die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs erhöhen. Darüber hinaus führt eine unzureichende Strategie für mobile Technologien häufig dazu, dass die Arbeitsabläufe in Krankenhäusern eher unorganisiert als rationalisiert sind und die Geräte nur schlecht angenommen werden. Zudem führen Ineffizienzen häufig zu riskanten Workarounds wie der gemeinsamen Nutzung von Zugangsdaten und Geräten oder der Verwendung eines allgemeinen Profils.
Der Einsatz mobiler Geräte im Gesundheitswesen erfordert eine Strategie, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Effizienz zu erreichen. Die Geräte müssen richtig konfiguriert werden, um Effizienz und Benutzerfreundlichkeit zu ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit und Compliance zu gewährleisten.
Wenn eine Gesundheitsorganisation auf gemeinsam genutzte mobile Geräte angewiesen ist, ist es von entscheidender Bedeutung, den Standort und die Aktivitäten auf all diesen Geräten zu verfolgen. Beim Umgang mit geschützten Gesundheitsdaten ist die Gewährleistung des Datenschutzes von größter Bedeutung und darf bei mobilen Geräten nicht vernachlässigt werden. Kliniker müssen sich nach jeder Nutzung von Geräten und Anwendungen an- und abmelden. Wie bereits erwähnt, sind Kliniker jedoch sehr beschäftigt, und das An- und Abmelden kann leicht in Vergessenheit geraten, wenn sie mitten in der Patientenversorgung sind. Um sicherzustellen, dass gemeinsam genutzte mobile Geräte sicher sind und nahtlos genutzt werden können, müssen Gesundheitsorganisationen eine Sicherheitsstrategie verfolgen.
Die Lösung für die Sicherung und den Zugang zu mobilen Geräten sind digitale Identitätstechnologien, die diese Barrieren überwinden. Anstatt einen Benutzernamen und ein Passwort manuell einzugeben, kann das Krankenhauspersonal beispielsweise ein mobiles Gerät durch einfaches Berühren eines RFID-Tags entsperren. Diese erste Authentifizierung ermöglicht es dem Benutzer, sich mit seiner digitalen Identität auf dem Gerät anzumelden, mit der er sich dann über Single Sign-On (SSO) bei allen erforderlichen mobilen Anwendungen anmelden kann. SSO ersetzt mehrere manuelle Anmeldungen durch eine einzige sichere Anmeldung. Wenn der Arzt das Gerät nicht mehr benutzt, tippt er auf seinen Proximity Badge und wird nahtlos vom Gerät und allen Anwendungen abgemeldet. Dieselbe Technologie wird in Krankenhäusern auf der ganzen Welt eingesetzt, um den Zugang zu Workstations oder Computern zu verbessern. Untersuchungen zeigen, dass das Krankenhauspersonal durch SSO bis zu 45 Minuten pro Schicht am Arbeitsplatz einsparen kann. Diese Zeitersparnis wird noch größer, wenn die Kliniker denselben Workflow auch für mobile Geräte verwenden.
Digitale Identitätstechnologien vereinfachen auch die Verwaltung und Wartung gemeinsam genutzter mobiler Geräte. Krankenhausadministratoren können alle Geräte zentral verwalten und Authentifizierungsrichtlinien für alle Arbeitsabläufe von einer einzigen Plattform aus festlegen, wodurch die Gesamtbetriebskosten gesenkt und die Berichterstattung optimiert werden. Administratoren können Geräte auf der Grundlage der spezifischen Präferenzen und Zugriffsanforderungen eines Benutzers bereitstellen und so die mobile Erfahrung für den Benutzer personalisieren. Bei der Abmeldung von gemeinsam genutzten Geräten deaktivieren digitale Identitätstechnologien automatisch die Gerätebereitstellung nach der Nutzung, wodurch das Gerät vollständig gelöscht wird und die Anmeldedaten des Benutzers zwischen den Nutzungen entfernt werden. Dies gewährleistet Sicherheit und Datenschutz, indem verhindert wird, dass der nächste Benutzer auf sensible vertrauliche Daten zugreifen kann, die zuvor auf dem Telefon angezeigt wurden. Darüber hinaus können Administratoren umfassende Berichte nutzen, um Geräte über die Cloud zu überwachen, zu verfolgen und zu verwalten.
Durch praktische mobile Lösungen in Krankenhäusern kann das Personal täglich Stunden einsparen und hat mehr Zeit für die Patienten. Weniger Stress und mehr Sicherheit erhöhen nicht nur die Zufriedenheit des Personals, sondern auch die der Patienten. Wenn Organisationen im Gesundheitswesen beginnen, gemeinsam genutzte mobile Geräte in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren, ist die Einführung einer identitätsbasierten Strategie für mobile Geräte der Schlüssel zur Gewährleistung von Sicherheit, Datenschutz und Compliance bei gleichzeitiger Verbesserung der Erfahrungen von Krankenhauspersonal und Patienten.
Stand: 08.12.2025
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Ingo Buck ist Geschäftsführer der Imprivata OGiTiX GmbH.