Definition Was ist der TI-Atlas?

Von WinterTho 2 min Lesedauer

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Der TI-Atlas der Gematik veranschaulicht mit Ergebnissen aus Befragungen, wie weit die Digitalisierung im Gesundheitswesen fortgeschritten ist. Neben den Leistungserbringern spielen hierfür auch die Versicherten eine große Rolle.

Der Atlas zur Telematikinfrastruktur umfasst zahlreiche Statistiken.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Der Atlas zur Telematikinfrastruktur umfasst zahlreiche Statistiken.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Der TI-Atlas ist eine Zusammenstellung mit Fakten, Zahlen und Daten zur deutschen Telematikinfrastruktur. Für die Veröffentlichung der Statistiken ist die Gematik verantwortlich. Damit veranschaulicht die Gesellschaft den aktuellen Stand bei der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen.

Umfangreiche Befragungen zur Telematikinfrastruktur als Datengrundlage

Umfassende Befragungen bilden die Grundlage für den TI-Atlas. Dabei stehen natürlich insbesondere Leistungserbringer wie Arztpraxen und Krankenhäuser im Mittelpunkt. Zugleich werden die Daten von Spezialisten wie beispielsweise befragten Zahnarztpraxen und Psychotherapeuten gesondert erfasst.

Einbeziehung der Meinung von befragten Versicherten zu E-Health-Lösungen

Durch die zusätzliche Befragung der Versicherten berücksichtigt der TI-Atlas gleichzeitig die Perspektive der Patienten. Damit wird ermittelt, ob die Betroffenen die Möglichkeiten der Digitalisierung des Gesundheitswesens nutzen. Mit den gesammelten Informationen erfahren die Leser, ob Versicherte verschiedene E-Health-Lösungen kennen, benutzen oder befürworten. Akzeptanz für die Digitalisierung im Gesundheitswesen spielt bei den Befragungen unter anderem im Hinblick auf den Datenschutz eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Aktualisierungen der Statistiken zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Mit einem jährlichen Update bringt die Gematik den TI-Atlas regelmäßig auf den aktuellen Stand. Somit können die Zahlen auch verschiedene Entwicklungen seit der erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 2021 aufzeigen. Mit den Atlasdaten wird deutlich, ob neue Maßnahmen die Gesundheitsorganisationen erfolgreich zur verstärkten Nutzung der Telematikinfrastruktur angeregt haben.

Kontrolle des Verbesserungsbedarfs und des Potenzials

Die Gematik will mit dem TI-Atlas regelmäßig überprüfen, ob die Digitalisierung im Gesundheitswesen die erhofften Fortschritte gemacht hat. Somit besteht bei der Erstellung der Statistiken ein zentrales Ziel darin, auf Verbesserungsbedarf aufmerksam zu machen. Darüber hinaus beschreiben die zusammengestellten Informationen zur Nutzung der Telematikinfrastruktur auch Potenziale, die noch nicht vollkommen ausgeschöpft sind. Daher bieten die Daten für sinnvolle Anpassungen eine wichtige Orientierungshilfe.

TI-Readiness-Index als Anhaltspunkt für Fortschritte

Mit einem TI-Readiness-Index zeigt der Atlas zur Telematikinfrastruktur, welcher Anteil der medizinischen Einrichtungen für den Einsatz der digitalen Anwendungen bereit ist. Dafür ermittelt die Gematik mit Stichproben, ob die umfassenden Telematik-Lösungen in den medizinischen Einrichtungen ohne Einschränkungen einsatzfähig sind. Der Index ist im TI-Atlas in die folgenden unterschiedlichen Stufen unterteilt:

  • Voll-TI-Ready: vorhandener TI-Anschluss mit einsatzfähigem Konnektor, Heilberufsausweis und zumindest einer installierten TI-Anwendung,
  • Semi-TI-Ready: Heilberufsausweis nicht vollständig einsatzbereit oder fehlende TI-Anwendungen,
  • Eingeschränkt-TI-Ready: noch keine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit des Konnektors.

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