Definition Was ist Patientensicherheit?

Von WinterTho 4 min Lesedauer

Mit der Patientensicherheit sollen wichtige Rahmenbedingungen verschiedene Probleme in der Gesundheitsversorgung minimieren. Auch im Hinblick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist die Sicherheit der Patientinnen und Patienten ein entscheidendes Thema.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung der Patientensicherheit geworden.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung der Patientensicherheit geworden.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Der Begriff Patientensicherheit bezeichnet Rahmenbedingungen, mit denen sich in der Gesundheitsversorgung im Sinne der behandelten Menschen die folgenden Ziele erreichen lassen:

  • nachhaltige und beständige Senkung der Risiken
  • Reduzierung des Auftretens von vermeidbaren Schäden
  • Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines Fehlers
  • Minimierung von problematischen Auswirkungen der eintretenden Schäden

Für die Sicherheit der Patienten werden mit organisierten Aktivitäten verschiedene Voraussetzungen geschaffen. Unter den richtigen Rahmenbedingungen entstehen Kulturen, Umgebungen und Technologien, die zur Patientensicherheit beitragen. Zugleich lässt sich die Sicherheit durch bewährte Verfahren, Prozesse und Verhaltensweisen in medizinischen Bereichen stärken.

Patientensicherheit als Leitgedanke

Im Gesundheitswesen ist die Patientensicherheit für variantenreiche Einrichtungen ein zentraler Leitgedanke, der die eigenen Handlungen und die Zusammenarbeit stärken soll. Unter diesen Gesundheitseinrichtungen befinden sich die Ärzteschaft, Krankenhäuser und Patientenvertretungen. Zugleich beteiligen sich Krankenkassen und die Industrie daran, das Gesundheitswesen mit der Sicherheit der Patienten als Leitgedanke weiterzuentwickeln. Dabei bleibt eine Grundhaltung mit der Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen für Fortschritte unverzichtbar.

Variantenreiche Maßnahmen leisten bei der Stärkung der Patientensicherheit einen bedeutenden Beitrag. Hierfür sind umfassende und unmissverständliche Vorgaben in der Gesundheitsversorgung unentbehrlich. Für das Gesundheitswesen müssen insbesondere Sicherheits- und Qualitätsvorschriften entwickelt werden, um Schäden bei Behandlungen zu vermeiden. Detailliert definierte Verpflichtungen zu Qualitätssicherungsmaßnahmen verbessern die Sicherheit der Patienten ebenfalls.

Bedeutende Pflichten für sichere Krankenhäuser

In Deutschland haben Krankenhäuser die Pflicht, für die Patientensicherheit ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement zu organisieren und damit wichtige Patientenerfahrungen zu berücksichtigen. Davon profitieren die Einrichtungen bei der Weiterentwicklung der Sicherheitskonzepte. Darüber hinaus tragen einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme zur Sicherheit der Patienten bei. Alle Krankenhäuser können dadurch aus erkannten Fehlern schneller gemeinsam lernen und Wiederholungen mit erneuten Schäden im Idealfall verhindern.

Digitalisierung als wichtiger Baustein für Patientensicherheit

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist für die Patientensicherheit ein äußerst wichtiger Baustein geworden. Durch E-Health-Plattformen und innovative Softwarelösungen stärkt eine effektivere Kommunikation zwischen allen Beteiligten die Sicherheit der behandelten Menschen. Das gilt für den digitalen Austausch zwischen einer Arztpraxis, Krankenhäusern sowie weiteren medizinischen Einrichtungen genauso wie für die Verständigung zwischen den Medizinern und den Patienten.

In zahlreichen Staaten digitalisieren die Behörden mit Gesundheitseinrichtungen die Patientenakten, um die Patientensicherheit zu stärken. Dokumentierte Diagnosen, Behandlungen und Entscheidungen der verantwortlichen Ärzte lassen sich damit viel schneller und vor allem sicherer übermitteln. Im Vergleich zu Papierakten besteht mit der Digitalisierung nicht mehr die Gefahr, dass Patientenakten beispielsweise auf dem Postweg verloren gehen und dadurch die Patientensicherheit gefährdet ist. Zugleich bieten digitalisierte Akten die Chance, eine transparentere Dokumentation der Behandlungsabläufe sicherzustellen. Auch die Patienten können dadurch ärztliche Entscheidungen besser nachvollziehen und fühlen sich sicherer.

Schnellere Zugänglichkeit von Patientendaten in Notfallsituationen

Eine schnelle Zugänglichkeit der digitalisierten Patientendaten stärkt die Patientensicherheit in Notfällen ganz besonders. Dadurch können die verantwortlichen Mediziner bei schwierigen Abwägungen frühzeitig die medizinische Vorgeschichte der behandelten Person berücksichtigen. Zugängliche Patientenakten bilden die Grundlage für eine evidenzbasierte Medizin, mit der sich lebenswichtige Entscheidungen im Sinne der Patientensicherheit überzeugend durchsetzen lassen. Zugleich bleiben mit verfügbaren Daten über Allergien sowie sonstige Unverträglichkeiten insbesondere während der Verordnung von Arzneien in Notfällen schwerwiegende Fehler vermeidbar.

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Für die Stärkung der Patientensicherheit spielt auch die mobile Nutzung der Software im Gesundheitswesen eine entscheidende Rolle. Mit der Entwicklung von sicheren Apps lassen sich medizinische Informationen über Endgeräte wie beispielsweise Smartphones oder Tablets ohne unverantwortliche Sicherheitsrisiken abrufen. Durch verschlüsselte Übertragungen sorgen Softwareentwickler mit der Berücksichtigung der Patientensicherheit dafür, dass ausschließlich befugte Personen über diese Anwendungen auf Daten zugreifen. Zugleich müssen Passwörter und ähnliche Maßnahmen zur Sicherheit der Patienten im Rahmen der App-Nutzung beitragen.

Handlungsempfehlungen zu Gesundheits-Apps

Der richtige Umgang mit verschiedenen Gesundheits-Apps für Patienten ist im Hinblick auf die Sicherheit der Betroffenen ebenfalls sehr bedeutend. Aus diesem Grund bleibt es im Sinne der Patientensicherheit unverzichtbar, hierfür Handlungsempfehlungen bereitzustellen. Mit umfassenden Empfehlungen lernen Menschen, wie sich eine Gefährdung der eigenen Patientendaten bei der Nutzung der Apps verhindern lässt. Handlungsempfehlungen für Patienten zeigen einerseits die Chancen bei der Therapie-Unterstützung durch die App-Nutzung auf und weisen andererseits auf die verschiedenen Risiken hin. Zugleich bekommt medizinisches Personal Empfehlungen zum Risikomanagement im Zusammenhang mit Gesundheits-Apps und Sicherheitsthemen.

Hilfestellungen für die Suche nach sicheren Apps

Wegen der Vielzahl der Gesundheits-Apps von sehr verschiedenen Anbietern sind auch Expertenurteile zu Risiken der Anwendungen bei der Sicherstellung der Patientensicherheit unentbehrlich. Mit Checklisten als Hilfestellung erkennen Patienten, ob eine bestimmte App beispielsweise einen Datenmissbrauch ermöglicht. Außerdem gilt es im Hinblick auf die Patientensicherheit als Ausschlusskriterium, wenn die Betroffenen durch die App-Nutzung medizinische Fehlinformationen erhalten können.

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