Hautkrebs-Diagnose Wie Digitalisierung den Systemkollaps verhindert

Ein Gastbeitrag von Dr. Roberto Banchi 2 min Lesedauer

Mit Blick auf die Bedrohung durch Hautkrebs kann die Digitalisierung lebensrettende Diagnosen beschleunigen. Insbesondere die Telemedizin besitzt dank fortschrittlicher Bildgebungstechniken in Kombination mit künstlicher Intelligenz das Potenzial, Hautärztinnen und -ärzte zu entlasten.

Bei der Hautkrebs-Vorsorgen könnte KI-gestützte Telemedizin für Entspannung in den Terminkalendern und schnellere Diagnosen sorgen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Bei der Hautkrebs-Vorsorgen könnte KI-gestützte Telemedizin für Entspannung in den Terminkalendern und schnellere Diagnosen sorgen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Hautkrebs ist eine wachsende Bedrohung, die nicht nur Zeit, sondern auch Leben kostet. Mit über 300.000 neuen Fällen jährlich steht Deutschland vor einer alarmierenden Herausforderung im Gesundheitswesen. Jeder Tag, der zwischen Verdacht und Diagnose vergeht, kann über Leben und Tod entscheiden. Während viele Patienten wochenlang auf einen Termin warten müssen, setzt die Branche zunehmend auf Digitalisierung und innovative Technologien, um Prozesse zu beschleunigen und die Patientensicherheit zu erhöhen.

Die Bedeutung neuer Ansätze und Technologien

Ein Besuch beim Dermatologen kann für viele Patienten zur Geduldsprobe werden. Besonders in ländlichen Regionen müssen sie oft bis zu 12 Wochen auf einen Termin warten – eine potenziell kritische Verzögerung bei der Diagnose von Hautkrebs. Neue digitale Technologien und fortschrittliche Bildgebungsmethoden bieten hier eine Chance, den Diagnoseprozess effizienter zu gestalten. Durch die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) und innovativen Bildgebungstechniken kann der Diagnose- und Behandlungsprozess optimiert werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Ganzkörperfotografie und detaillierten Hautanalysen, die es Dermatologen ermöglicht, schneller und genauer zu handeln.

Mithilfe von Systemen wie der Ganzkörperfotografie und konfokaler Lasermikroskopie können Hautveränderungen frühzeitig erkannt und präzise analysiert werden. Solche Technologien sind in der Lage, Bilder von Hautstrukturen zu erstellen, die von KI unterstützt ausgewertet werden. Dies hilft, auffällige Hautstellen effizient zu identifizieren und unnötige Eingriffe zu vermeiden. Ärzte können so schneller reagieren und ihre Diagnosen mit höherer Sicherheit treffen.

Entlastung für das Gesundheitssystem

Der Einsatz fortschrittlicher Technologien zur Hautkrebserkennung hat das Potenzial, das Gesundheitssystem signifikant zu entlasten. Durch die Automatisierung bestimmter Prozesse und die Reduzierung unnötiger Biopsien können sowohl Zeit als auch Kosten gespart werden. Zudem ermöglichen Schulungsprogramme, dass medizinisches Personal diese Technologien schnell und effizient einsetzen kann.

Das Universitätsklinikum Dresden gehört zu einer der ersten Einrichtungen, die diese Kombination beider Technologien einsetzt. Dort nutzen Dermatologen sowohl die Ganzkörperfotografie von Canfield als auch die Analyse kritischer Hautläsionen mithilfe von VivaScope. Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Bildgebungsverfahren verspricht dabei eine noch größere Effizienz. Solche Ansätze könnten künftig zum Standard in der dermatologischen Praxis werden.

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