Künstliche Intelligenz Ärztepräsident: Algorithmen entscheiden nicht über Behandlung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Auch in Praxen, Kliniken und Laboren dürften Anwendungen mit künstlicher Intelligenz bald einziehen. Was bedeutet das für Patienten und Ärztinnen?

Die Entscheidung bleibt beim Arzt, versichert Klaus Reinhardt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Entscheidung bleibt beim Arzt, versichert Klaus Reinhardt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht große Chancen für künstliche Intelligenz in der Medizin, mahnt aber einen verantwortungsvollen Einsatz an. „Die Entscheidung über eine Behandlung müssen immer Ärztinnen und Ärzte treffen und nicht digitale Algorithmen“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. „Bei aller Technologie darf die menschliche Nähe nicht verloren gehen. Sie ist das Fundament guter Medizin.“ Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Hauptthema des Deutschen Ärztetags, der am Dienstag in Leipzig beginnt.

Reinhardt sagte, auch in der Medizin eröffne KI völlig neue Perspektiven – mit besserer Diagnostik, personalisierten Therapien oder effizienteren Abläufen in der Versorgung. „So kann wieder mehr Raum für die direkte Zuwendung zu den Patientinnen und Patienten entstehen.“ In der Forschung könne KI durch die Analyse riesiger Datenmengen die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien beschleunigen.

Schutz für sensible Gesundheitsdaten

Der Ärztepräsident betonte zugleich: „Ethische Leitplanken und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen sind unerlässlich.“ Sensible Gesundheitsdaten müssten geschützt und wirtschaftliche Einflussnahmen Dritter auf medizinische Entscheidungen ausgeschlossen werden. Trotz aller Herausforderungen sollte man sich den Blick auf die Chancen und Möglichkeiten nicht verstellen lassen.

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