DIGIZ Baden-Württemberg fördert Digitales Innovationszentrum in Freiburg

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

In Baden-Württemberg soll mit dem Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ) ein „bundesweit einzigartiges Innovations- und Translationszentrum“ entstehen. Die Landesregierung fördert das Projekt mit 25 Millionen Euro, die für den Aufbau der Forschungs- und Entwicklungseinheit am Freiburger Uniklinikum bestimmt sind.

Am DIGIZ sollen Innovationen aus den Bereichen KI, moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin zusammengeführt werden.(Bild: ©  ipopba – stock.adobe.com)
Am DIGIZ sollen Innovationen aus den Bereichen KI, moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin zusammengeführt werden.
(Bild: © ipopba – stock.adobe.com)

In Baden-Württemberg geht in diesem Jahr die MEDI:CUS-Plattform in die Pilotierung, nun gibt die Landesregierung die Förderung eines weiteren großen Healthcare-Projekts bekannt – des Digitalen Innovationszentrums (DIGIZ) am Universitätsklinikum Freiburg. Als „Keimzelle“ soll dort zunächst eine diagnostische und therapeutische Forschungs- und Entwicklungseinheit aufgebaut werden. Diesen Aufbau will das Land mit 25 Millionen Euro fördern, so der Kabinettsbeschluss vom 10. Februar 2026. Die Fördermittel sollen Investitionen in hochmoderne bildgebende Diagnosetechnik, IT-Infrastruktur und qualifiziertes Fachpersonal ermöglichen.

Das DIGIZ ist konzipiert als „bundesweit einzigartiges Innovations- und Translationszentrum an der Schnittstelle von Medizintechnik, Digitalisierung und klinischer Patientenversorgung“. Innovationen, vor allem aus den Bereichen KI, moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin, sollen hier zusammengebracht und dann zügig in die medizinische Praxis überführt werden.

„Das DIGIZ ermöglicht es, klinische Exzellenz, moderne Medizintechnik und datengetriebene Innovationen mit KI systematisch zusammenzuführen“, erklärt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Er betonte zudem den Mehrwert für Patientinnen und Patienten sowie den Wirtschafts- und Gesundheitsstandort Baden-Württemberg.

Innovationsökosystem

Ein wesentlicher Aspekt ist die Zusammenarbeit mit der Industrie. Die Forschungsinfrastruktur soll internationale Medizintechnikunternehmen und Start-ups anziehen. Explizit genannt ist die Kooperation mit Siemens Healthineers und die Ansiedlung des Unternehmens – einschließlich des Tochterunternehmens Varian.

„Das DIGIZ stärkt Baden-Württemberg als führenden Standort für digitale Gesundheitsinnovationen. Es verbindet exzellente klinische Forschung mit industrieller Entwicklung und beschleunigt so den Transfer von Innovationen in die Versorgung und in den Markt“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, deren Ministerium den Vorschlag zur Förderung eingebracht hatte.

Das DIGIZ knüpft an frühere und bestehende Förderprojekten an, darunter PC3 zur Erforschung neuer innovativer Computertomographie-Geräte und das Folgeprojekt PC3-AIDA zur Implementierung der Bilddateninfrastruktur (beide jeweils mit Universitätskliniken, Siemens Healthineers und BIOPRO Baden-Württemberg GmbH als Partner) sowie die Medizindaten-Infrastruktur MEDI:CUS. Der Aufbau der Forschungs- und Entwicklungseinheit als der Keimzelle des DIGIZ soll noch in diesem Jahr starten. Die Inbetriebnahme des DIGIZ ist für 2030 geplant.

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