Rheinland-Pfalz DataSlam und ein neues Netzwerk für Gesundheitsdaten

Aktualisiert am 25.11.2025 Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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„Bühne frei für Gesundheitsdaten“: Mit dem neuen Netzwerk Datadoc(k) will das IDG Rheinland-Pfalz einen Ort für Dialog schaffen, Transparenz fördern und mit neuen Formaten Gesundheitsdaten greifbar machen.

Auftakt für DataDoc(k) war der erste DataSlam im November in Mainz.(Bild: ©  Business Stock Image – stock.adobe.com)
Auftakt für DataDoc(k) war der erste DataSlam im November in Mainz.
(Bild: © Business Stock Image – stock.adobe.com)

Geht es um Gesundheitsdaten, stehen meist Themen wie Datenschutz und -sicherheit, Interoperabilität und ethische Maßstäbe im Fokus. Zu Recht, doch sollten auch Vernetzung, Austausch und Inspiration nicht außer Acht gelassen werden. „Gesundheitsdaten sind kein abstraktes Thema – sie sind der Schlüssel für bessere Versorgung, Forschung und Innovation“, sagt Philipp Kachel, Geschäftsführer des IDG Instituts für digitale Gesundheitsdaten gGmbH in Mainz. Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, hat das IDG ein neues Netzwerk gelauncht: DataDoc(k). Als ein lebendiges Datenökosystem soll es vorhandene Datenressourcen transparent machen, Expertinnen und Experten verbinden und praxisnahe Lösungen für Forschung und Versorgung entwickeln. Das Netzwerk richte sich „an alle, die Gesundheitsdaten verstehen, nutzen oder verantworten: von Forschungseinrichtungen und Kliniken über Unternehmen bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik“.

„Bühne frei für Gesundheitsdaten“

DataDoc(k) setzt dabei auf mehrere Veranstaltungsformate. Den Auftakt bildete ein DataSlam am 13. November in Mainz: 55 Gäste und sechs Vortragende waren vor Ort, um sich über Dateninfrastruktur, Forschung und Projekte auszutauschen. Als Speaker dabei waren Julia Hartnik (Health.AI Netzwerk), Dr. Dominique Mercier (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH), Dr. Thomas Rosog (Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz), Dr. Lukas Mittnacht (Institut für digitale Gesundheitsdaten RLP), Dr. Stefan Lenz (Universitätsmedizin Mainz, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik) und Dr. Stephanie Strobl (Universitätsmedizin Mainz, Institut für Pathologie).

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Eindrückliche Vorträge

Den ersten Platz belegte Dr. Stefan Lenz mit dem Vortrag „Generative KI für die Interoperabilität: Heilsbringerin oder heißer Dampf?“. Er führte AI-generierte Charaktere in seine animierte Präsentation ein und erklärte, wie generative künstliche Intelligenz für Interoperabilität genutzt werden kann.

Der zweite Platz ging an Dr. Lukas Mittnacht, der mit Videos, Gleichungen und Memes zeigte, wie synthetische Daten erstellt und für die Gesundheitsforschung genutzt werden können. Sein Vortrag trug den Titel „Ausgedacht, aber nicht erfunden – wie synthetische Daten Forschung ermöglichen, ohne Privatsphäre zu verletzen“.

Auf dem dritten Platz überzeugte Dr. Stephanie Strobl mit ihrem Vortrag „Räumliche Epidemiologie + Pathologie = eine einfache Gleichung?“. Anhand eines kleinen Rechenkurses mit anschaulichen Gleichungen stellte sie die zwei Fachgebiete und den Mehrwert einer interdisziplinären Arbeitsweise dar.

IDG-Geschäftsführer Philipp Kachel ist überzeugt: „Mit DataDoc(k) schaffen wir ein Netzwerk, das Dialog und Verständnis fördert. Und mit dem DataSlam zeigen wir, dass Wissenschaft auch unterhaltsam und nahbar sein kann.“

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