Nutzungszahlen zur ePA Die ePA kommt im Freistaat gut an

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Ein Großteil der Versicherten in Bayern ist über die Vorzüge der ePA informiert. Die Kehrseite der Medaille: Etwa ein Viertel der bayerischen Kassenpatienten ist – laut einer aktuellen Umfrage – bislang noch nicht in Berührung mit der ePA gekommen oder hat nur unzureichende Kenntnisse darüber.

Die elektronische Patientenakte und die damit verbundenen Vorzüge spielen bei rund 25 Prozent der bayerischen Versicherten bislang keine Rolle. Das soll sich ändern.(©  Andrea Gaitanides - stock.adobe.com)
Die elektronische Patientenakte und die damit verbundenen Vorzüge spielen bei rund 25 Prozent der bayerischen Versicherten bislang keine Rolle. Das soll sich ändern.
(© Andrea Gaitanides - stock.adobe.com)

Einer repräsentativen Umfrage von Civey zufolge, welche im Auftrag von Pharma Deutschland durchgeführt wurde, ist das Konstrukt ePA in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Rund 75 Prozent der Versicherten aus Bayern haben fundiertes Wissen ob der Vorteile und Möglickeiten, die das prestigeträchtige Digitalisierungsgroßprojekt ePA mit sich bringt. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass die übrigen Versicherten kaum bis keine Berührungspunkte damit hatten. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass über zwei Millionen bayerische Kassenpatientinnen und Kassenpatienten unzureichend über die ePA informiert wurden oder schlicht kein oder wenig Interesse daran bekundet haben. In den Augen des bayerischen Landesverbands von Pharma Deutschland ein untragbarer Zustand. Er fordert eine umfassende Aufklärungskampagne aller (gesetzlich) Versicherten.

Auch Dr. Günter Auerbach, Vorsitzender des Pharma-Deutschland-Landesverbandes Bayern, sieht dringenden Handlungsbedarf. „Angesichts der Umfrageergebnisse für Bayern muss festgestellt werden, dass es auch einen Monat nach dem Start der ePA noch erheblichen Informationsbedarf gibt. Dass über 2 Millionen bayerische Versicherte über die enormen Chancen, die die ePA für die persönliche Gesundheit und die Gesundheitsversorgung bietet, noch nicht ausreichend informiert sind, muss sich schnell ändern“, erklärt er.

Ziel einer derartigen Kampagne soll es sein, Versicherte in ganz Bayern über die Vorteile der elektronischen Patientenakte aufzuklären und dabei die persönlichen Vorteile, wie etwa die Vermeidung von Doppeluntersuchungen, Entlastung von Arztpraxen sowie die erhöhte Transparenz für Patientinnen und Patienten prominent in den Vordergrund zu stellen.

Weiterhin soll betont werde, dass Ärztinnen und Ärzte künftig mithilfe einer automatisierten Medikamentenliste direkt Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen erkennen können.

Dieser entscheidende Fortschritt für die Arzneimitteltherapiesicherheit soll ebenfalls einen Kernpunkt der Informationsagenda darstellen.

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