Kosten senken Die Fabric entlastet Klinikpersonal

Ein Gastbeitrag von Michael Schwanke-Seer 3 min Lesedauer

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Das Gesundheitswesen ächzt unter immer neuen Anforderungen, dabei wird die Personaldecke zusehends dünner. Um Pflegekräften repititve Workflows abzunehmen, kommen zunehmend Campus-Fabric-Netzwerke zum Einsatz. Sie vernetzen automatisiert Mensch und Maschine und setzen Synergien frei.

Resiliente und wartungsarme Netzwerksysteme gewinnen immer mehr an Bedeutung im Gesundheitswesen.(©  metamorworks - stock.adobe.com)
Resiliente und wartungsarme Netzwerksysteme gewinnen immer mehr an Bedeutung im Gesundheitswesen.
(© metamorworks - stock.adobe.com)

Das Gesundheitswesen krankt – nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Der grassierende Personalmangel, das weiß niemand besser als die Belegschaft in Krankenhäusern und Praxen, führt zu Arbeitsüberlastung und Burnout. Laut einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit klagen Pflegerinnen und Pfleger an erster Stelle über die gleichzeitige Betreuung verschiedener Arbeiten (80 Prozent), starken Termin- und Leistungsdruck (71 Prozent) sowie über häufige Unterbrechungen (68 Prozent). Für die Zukunft besteht wenig Aussicht auf Besserung, im Gegenteil: Das Institut der deutschen Wirtschaft geht sogar davon aus, dass in der stationären Versorgung in Deutschland bis 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen werden.

Wenn keine Verbesserung der Fachkräftesituation zu erwarten ist, muss nach einem anderen Weg gesucht werden, das bestehende Personal zu entlasten, das Wohlergehen der Patienten zu fördern und die betriebliche Effizienz zu steigern, beziehungsweise die Kosten für die Betreuung zu senken. Moderne Technologie kann helfen und entlasten: Kliniken weltweit setzen zunehmend auf cloudbasierte Campus-Netzwerke, die auf die speziellen Anforderungen des Gesundheitswesens ausgerichtet sind, um die Herausforderungen zu meistern.

Die Lösung liegt in der Netzwerkinfrastruktur

Solche intelligenten Netzwerklösungen tragen zu einer patientenzentrierten digitalen Strategie bei und steigern sowohl klinische als auch betriebliche Ergebnisse. Dafür verbinden sie sämtliche Geräte und Systeme im Gebäude, auf dem gesamten Klinikgelände und auch Außenstellen. Die Netzwerkdaten können dabei in Echtzeit gesammelt und analysiert werden. Dies liefert wertvolle Einblicke in die Nutzungsdaten über die verschiedenen Geräte, die Netzwerk-Beanspruchung durch Patienten und Mitarbeitende, den „Gesundheitszustand“ des Netzwerks und die aktuellen Herausforderungen, was letztendlich zu einer höheren Effizienz von Maßnahmen und damit zur größeren Zufriedenheit aller Nutzer führt.

Wi-Fi 6E hilft auch, die digitale Transformation voranzutreiben, erweitert die Konnektivität und verbessert die klinische Produktivität. Die neue Wi-Fi-Generation bringt verbundene Geräte ins 6 GHz-Spektrum (zusätzlich zu 5 GHz und 2.4 GHz). Das hilft bei der Beseitigung von Abdeckungslücken, erkennt auch ältere Geräte und sorgt für die drahtlose Kommunikation in und zwischen Arbeitsgruppen. Das 6-GHz-Spektrum unterstützt zudem besser Anwendungen mit hoher Bandbreite, wie z. B. Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), und kann so auch zur modernen Ausbildung von Ärzten beitragen – stets zum Wohle der Patienten.

Cloudbasiertes Netzwerkmanagement offeriert an zentraler Stelle Überblick und Kontrolle über alle verbundenen Geräte, seien sie nun kabelgebunden oder drahtlos, sowie Anwendungen und Nutzer im Netzwerk. Im Zusammenspiel mit ZTNA (Zero Trust Networks Access) oder NAC-Lösungen bieten Cloud-Management-Lösungen unter anderem die Möglichkeit, weitere Bedrohungen zu erkennen und Cyber-Attacken mittels rollenbasiertem Netzwerkzugriff und kontextbezogener Identitätsprofilierung entgegenzuwirken.

Das Universitätsklinikum Leipzig geht voran

Ein gutes Beispiel für den Einsatz einer solchen Lösung in Gesundheitsorganisationen liefert das Universitätsklinikum Leipzig (UKL), die zweitälteste universitätsmedizinische Einrichtung Deutschlands. Das UKL setzt eine moderne Netzwerklösung ein, um die Anbindung von rund 6.500 Benutzern und 18.000 Geräten pro Monat auf dem gesamten Krankenhausgelände zu managen. Die Patientendaten werden automatisiert und unter Einhaltung der Vorschriften des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Schutz sensibler Infrastrukturen verwaltet. Eine automatische Segmentierung kritischer Einrichtungen wie etwa Röntgen, PCs, Roboter oder IoMT-Devices (Internet of Medical Things) hält die Geräte sicher isoliert und eliminiert Ausfallzeiten.

Daniel Pfuhl, Leiter Systemmanagement beim UKL, hebt besonders den einfachen und sicheren Netzwerkzugriff der Lösung für autorisiertes Personal hervor. Zero Touch Provisioning (ZTP) versorge neue Devices automatisch mit einer Management-IP-Adresse, ganz ohne serielles Kabel oder weiteres Zutun. Durch die Eliminierung der physischen Trennung der Dienstleistungsnetze werden auch die Flexibilität erhöht und die Kosten erheblich gesenkt.

Fazit

Das Gesundheitswesen kann die Komplexität heutiger Aufgaben nur mit einer cloudbasierten Netzwerkinfrastruktur bewältigen. Eine End-to-End-Infrastrukturlösung, die speziell auf die Anforderungen des Gesundheitswesens zugeschnitten ist, entlastet das Personal, trägt zur Verbesserung von Sicherheit und Compliance bei und vereinfacht die ureigenste Aufgabe von Krankenhäusern und Praxen: Für das Wohl der Patienten zu sorgen. Das zentrale, cloudbasierte Netzwerkmanagement ermöglicht es dem Personal zudem, souverän – weil automatisiert und in Echtzeit – auf plötzlich veränderte Situationen zu reagieren.

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Michael Schwanke-Seer
ist Key Account Manager Healthcare bei Extreme Networks.

Bildquelle: Extreme Networks

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