Im Panel-Talk „Gender Data Gap“ ging es außerdem darum, wie Versorgung durch die Bereitstellung von Daten geschlechterspezifisch angepasst werden kann, beispielsweise durch frauendosierte Supplements und Medikamente. Darüber diskutierten Alisa Türck, Gründerin und Geschäftsführerin von casimir, Dr. med. Daniela Bach, Gynäkologin und Ronny Szelinsky Gründer und CEO von gethappy, unter der Moderation des Festival-Veranstalters Jens de Buhr. Sie betonten, es müsse sowohl gesellschaftlichen als auch politischen Druck geben, nicht nur neue Medikamente, sondern auch bereits existierende Generika, erneut zu prüfen, um Medizin für alle sicher zu machen und „Medizin aus der Blackbox“ zu vermeiden.
Gematik-Geschäftsführer Dr. med. Markus Leyck Dieken sprach in seiner Keynote mit dem Titel „Ein gutes Feuerwerk braucht Zündstoff“ außerdem über digitale Identitäten. Ebenso diskutierte er mit Andreas Fischer, Geschäftsführer der opta data Gruppe, Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Falcke, CIO des Landes NRW, und Susanne Koch, Bereichsleitung Verbandsarbeit beim Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), über digitale Identität und die Datensicherheit sowie ihr Potenzial in der vernetzten Welt.
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Mediziner, Unternehmer und Autor, moderierte den Panel-Talk „Code against Cancer: Daten gegen Krebs“ mit Jörg A. Hoppe, Yvonne Rode sowie Anja Laskwoski, von yeswecan!cer. Alle teilten ihre eigenen Erfahrungen mit dem Krebs, ob persönlich betroffen oder als Angehöriger einer erkrankten Person und betonten die Wichtigkeit von Daten, sowohl bei der Behandlung und Forschung als auch im eigenen Umgang mit der Krankheit. Und auch im Panel-Talk „Diagnose Krebs!“ diskutierte Prof. Dietrich Grönemeyer mit Dr. Friedrich von Bohlen von Molecular Health, Harvard-Dozent Prof. Dr. Wolfram Gössling, Cancer-Coach Sarah Blumenfeld, PD Dr. med. Christian Weißenberger vom Zentrum für Strahlentherapie Freiburg und Moderatorin Dany Michalski über Erkenntnisse aus der Krebsforschung.
Besonderen Andrang hatte außerdem die Vorstellung des Buches von Prof. Dr. Jochen A. Werner und Festival Co-Host Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan und Institutsdirektor der FOM Hochschule. „Der Smarte Patient“ beschäftigt sich mit der Digitalisierung – und wie sie Menschen gesund macht. In Kurzgeschichten mit Protagonisten, die vom Baby bis nach dem Tod zahlreiche Lebensbereiche thematisieren, erklären die Autoren, welche Bedeutung Smartphone, Smartwatch und Co. für unsere Gesundheit haben.
Weitere Speaker wie Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Anke Diehl, Chief Transformation Officer der Universitätsmedizin Essen, Dr. Alexandra Widmer, Senior Medical Advisor und Founder von docsdigital, sowie Fachärztin für Neurologie und Psychotherapie und Digital-Health-Expertin Inga Bergen sprachen außerdem über Themen wie die Intersektorale Versorgung, KI in der Medizin, hybride Versorgungsmodelle und Digitale Therapeutika.
Abwechslung vom Bühnenprogramm bot Poetry-Slammerin Leah Weigand sowie die Ausstellerfläche mit Informationsständen zu Zukunftsthemen der Medizin und dem eHealth-Vorreiter Israel.
Die facettenreichen Vorträge und Diskussionen boten einen Blick in die Zukunft des Gesundheitswesens und gaben Hoffnung dazu, dass Co-Host Matusiewicz mit seinen Worten bei der Eröffnungsrede recht behalten könnte: „Wenn jeder von uns in seinem Wirkungskreis etwas dazu beiträgt, dann wird in Summe eine gewaltige Kraft gegen die Rückständigkeit dieses Systems hervorgebracht.“
Stand: 08.12.2025
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Auf der abschließenden Abendveranstaltung wurde das Big Bang Health Festival 2023 noch einmal gefeiert und endete wie es begonnen hatte mit einem Knall.