Technologietrends 2024 Die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Ein Gastbeitrag von Thomas Duparque 4 min Lesedauer

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Welche Technologien in diesem Jahr eine besondere Rolle für Gesundheitsbranche und Patienten spielen werden, erläutert Thomas Duparque von Zebra Technologies in seinem Gastbeitrag.

Telemedizin und die Kombination aus Telemedizin und häuslicher Pflege werden in Zukunft die bevorzugte Form der Versorgung sein.(©  Oksana Klymenko - stock.adobe.com)
Telemedizin und die Kombination aus Telemedizin und häuslicher Pflege werden in Zukunft die bevorzugte Form der Versorgung sein.
(© Oksana Klymenko - stock.adobe.com)

Das Gesundheitssystem steht vor vielfältigen Herausforderungen – sei es durch gestiegene Kosten oder fehlendes Personal. Technologien helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Die folgenden technologischen Entwicklungen werden dabei in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen.

Trend 1: „Retailisierung“ macht die Gesundheitsversorgung zugänglicher, bequemer und verbraucherorientierter.

Eine reibungslose Patientenerfahrung von der Aufnahme ins System bis zum Zugang zur Versorgung mit starken Elementen der Selbstbedienung: So lässt sich der Trend der „Retailisierung“ der Gesundheitsversorgung durch nutzerfreundliche digitale Technologie beschreiben. Dieser Trend wird 2024 sowohl bei der Versorgung der Patienten vor Ort als auch auf Distanz zunehmend wichtig werden.

Zu den Initiativen der Branche vor Ort gehören mehr Einzelzimmer, intelligente Patientenzimmer und Selbstbedienungskioske. Dabei entsteht eine freundlich wirkende Umgebung mit digitalen Elementen, die den Patienten aus dem Einzelhandel bereits vertraut sind. Dies wird das Gesamterlebnis der Patienten (und die Erfahrungsbewertung (HCAHPS)) verbessern.

Patientenfreundliche Erfahrung auf Distanz: Eine leicht zugängliche und gerechte Gesundheitsversorgung für Menschen in ländlichen Regionen ist ein wachsendes Problem. Wie können Gesundheitsdienstleister ihre Patienten einbinden, wenn viele Kilometer zwischen ihnen liegen? Ein Schlüssel dazu sind Technologien zur Patientenbindung: digitale Kommunikation und Aufzeichnungen, mobile Apps, Patientenportale und dergleichen – Erfahrungen, wie die Verbraucher sie von Kundenbindungssystemen anderer Branchen kennen. Hier wird 2024 ein Investitionsschwerpunkt der Gesundheitsdienstleister liegen.

Trend 2: Das Interesse an Telemedizin – auch im Krankenhaus – wird weiter zunehmen.

Hier stehen Technologien im Fokus, die es Ärzten und Pflegern ermöglichen, zusammenzuarbeiten, die Pflege zu koordinieren sowie Patientendaten auszutauschen. Dies erfordert mehr Echtzeit-Transparenz. Mobile Geräte mit 5G-Konnektivität werden dabei unabdingbar sein.

Obwohl die meisten Menschen bei Telemedizin an einen Anbieter denken, der sich mit einem Patienten zu Hause berät, ist 2024 auch mit einer verstärkten stationären Überwachung mithilfe von Telemedizin zu rechnen. In beiden Fällen werden neue Anwendungsfälle entstehen, die Kommunikation, asynchrones (zeitversetztes) Video und KI-Anwendungen kombinieren. Dies verhilft Klinikern zu der gesteigerten Flexibilität, die sie sich wünschen.

Telemedizin und die Kombination aus Telemedizin und häuslicher Pflege werden in Zukunft die bevorzugte Form der Versorgung sein. Dazu gehören die virtuelle Versorgung von Patienten und Hausbesuche durch Pflegekräfte. Die häusliche Pflege wird in den kommenden Jahren verstärkt ausgebaut werden. Das Ziel ist, Patienten früher nach Hause schicken zu können, anstatt sie in einem Krankenhausbett zu behalten. Dieser Trend steckt noch in den Anfängen. Gesundheitsdienstleister sollten versuchen, hier frühzeitig Fuß zu fassen.

Trend 3: Vorschriften für das digitale Gesundheitswesen treiben die technologische Modernisierung voran.

Mehr als 60 Länder haben inzwischen Vorschriften für die digitale Gesundheit erlassen. Diese sehen unter anderem eine eindeutige Identifikation für medizinische Geräte (UDI) und eine serialisierte Kennzeichnung von Medikamenten vor. Dies verbessert die Nachverfolgbarkeit und verringert die Verwendung gefälschter medizinischer Produkte. Ein weiterer Vorteil sind schnellere HIMSS-Stufe-7-Implementierungen. Damit können Gesundheitsdienstleister zeigen, dass sie Technologie sinnvoll einsetzen.

Auf der nächsten Seite: Automatisierung, KI & mehr Tempo.

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