Kongress „Therapie und Reha digital" Digitalisierung muss Mehrwert bringen

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Welche Erwartungen haben Angehörige der Gesundheitsfachberufe, etwa der Geburtshilfe, Physiotherapie oder Logopädie an die Digitalisierung? Beim eHealth-Kongress des ZTG in Essen gab es Antworten.

Beim Kongress „Therapie und Reha digital" diskutierten Steffen Gabriel, Verband für Physiotherapie; Jenni Schwanenberg, Deutscher Hebammenverband; Frauke Kern, Deutscher Bundesverband für Logopädie; Tanja Tomaschek, LOGO Deutschland e. V. und ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers (v. l.)(© ZTG GmbH)
Beim Kongress „Therapie und Reha digital" diskutierten Steffen Gabriel, Verband für Physiotherapie; Jenni Schwanenberg, Deutscher Hebammenverband; Frauke Kern, Deutscher Bundesverband für Logopädie; Tanja Tomaschek, LOGO Deutschland e. V. und ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers (v. l.)
(© ZTG GmbH)

Am 23. Februar organisierte das Zentrum für Telematik und Telemedizin (ZTG) erstmals den eHealth-Kongress „Therapie und Reha digital“. Es war, so die Organisatoren, die erste Veranstaltung, die die Erwartungen der Gesundheitsfachberufe und -handwerke an die Digitalisierung in den Vordergrund stellte. Geboten waren zum einen Informationen für die Vertreter der Gesundheitsberufe: Sebastian Zilch, Unterabteilungsleiter gematik, Telematikinfrastruktur und eHealth im BMG, sprach zu Beginn über die Digitalgesetze der Bundesregierung und die Herausforderungen bei der Umsetzung: Deutschland habe bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens eine enorme Aufholjagd zu leisten. Dabei gehe es vor allem darum, Abläufe zu optimieren, bevor man sie digitalisiere. Jörg Rübensam, Produktmanager bei der gematik, stellte Ergebnisse aus dem TI-Atlas vor. Das elektronische Gesundheitsberuferegister war mit einem Stand vor Ort und bot Informationen und auch Hilfestellung zum Heilberufsausweis (eHBA) und zur Institutionenkarte (SMC-B). Diese sind Voraussetzungen für den Anschluss an die TI.

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Wo stehen die Verbände?

Zum anderen bot sich den Verbänden die Gelegenheit, ihren aktuellen Stand zu reflektieren und Fragen zu diskutieren. Als Erkenntnisse aus diesen Diskussionen werden genannt:

  • Der Stand in den einzelnen Praxen ist sehr unterschiedlich. Die verbleibende Zeit sollte genutzt werden, um sich zunächst den Praxisabläufen zu widmen. Die Anbindung an die TI könne dann im zweiten Schritt erfolgen.
  • Refinanzierung: Verhandlungen der einzelnen Berufsverbände mit dem GKV-Spitzenverband laufen. Im Bereich der Geburtshilfe konnte Anfang Februar bereits eine Finanzierungsvereinbarung getroffen werden.
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck: Um Mehrwert zu bieten, muss sie konkrete Szenarien aus der Versorgung berücksichtigen. Als ein Beispiel wurde der enge Kontakt von Geburtshilfe und behandelnden Gynäkologen aufgeführt, etwa durch Informationen zu Laboruntersuchungen und den durchgeführten Aufklärungsgesprächen. Diese Dokumentation solle digital erfolgen, um effizient nutzbar zu sein.

Rainer Beckers, ZTG-Geschäftsführer und Moderator des Kongresses, äußerte sich erfreut: „Es ist wunderbar, dass wir so viele Berufsverbände dafür begeistern konnten." Es sei wichtig, auch diese Berufsgruppen mitzunehmen und in den Austausch zur Digitalisierung zu kommen. „Nur so lassen sich digitale Anwendungen optimal auf den Versorgungsalltag zuschneiden und erhalten auf diese Weise auch die erforderliche Akzeptanz“, so sein Resümee.

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