MIO Viewer Impfpass Eine neue Anzeigelösung für den digitalen Impfpass

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Nach dem elektronischen Impfpass in der digitalen Patientenakte hat man mit dem MIO Viewer PoC eine kompakte und einfache Anzeigenlösung gefunden, die jetzt als Open-Source-Lösung zur Verfügung steht.

Der MIO Viewer PoC ist die Lösung für das Anzeigenproblem von medizinischen Informationsobjekten, wie dem elektronischen Impfpass. (© woravut – stock.adobe.com)
Der MIO Viewer PoC ist die Lösung für das Anzeigenproblem von medizinischen Informationsobjekten, wie dem elektronischen Impfpass.
(© woravut – stock.adobe.com)

Nach einem Jahr Projektarbeit brachte der Bundesverband der Gesundheits-IT (bvitg) zusammen mit der mio42 GmbH nun den „MIO Viewer Impfpass“ raus – eine Anzeigelösung für Inhalte von Medizinischen Informationsobjekten (MIO). Ende Februar 2023 beschlossen die Industrieunternehmen an der Entwicklung des Proof of Concept (PoC) zu arbeiten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte im Jahr 2020 vier medizinische Informationsobjekte festgelegt, die Teil der elektronischen Patientenakte sind: Neben dem Zahnärztlichen Bonusheft, dem Mutterpass, und dem Kinder-Untersuchungsheft fiel auch der Impfass darunter. Das Konzept MIO von der KBV dient dazu, Daten zu standardisieren und zu dokumentieren. Informationsobjekte sollen so für jedes System lesbar, zu bearbeiten und zwischen den Mitarbeitern im Gesundheitswesen teilbar sein.

Das Ziel nach dem Auftakt sollte schließlich sein, eine technische Lösung zu schaffen, um medizinische Inhalte kompakt und strukturiert wiederzugeben und das möglichst einfach im Primärsystem.

Das hatte nun Erfolg: Die Ergebnisse des MIO Viewer PoC können jetzt auf GitHub github.com eingesehen werden. Der Quellcode ist öffentlich zugänglich und so entwickelt, dass viele Systeme es in ihre eigenen Designs einbinden und testen können.

Der MIO Viewer ist besonders für Leistungserbringer von Vorteil, die MIO-Inhalte lediglich anzeigen oder lesen wollen. Denn dieser dient vor allem als Sekundärdokumentation und repräsentiert ausschließlich eine bestimmte Version des MIO. Gleichzeitig zeigt der Viewer auch eine Möglichkeit, wie die Anzeige eines MIO nativ implementiert in einem Primärsystem aussehen könnte.

Nach dem Impfpass sollen noch andere folgen: Mit weiteren MIO Viewer-Entwicklungen erhofft man sich, zusätzliche Unterstützung bei der Implementierung und Verbreitung von MIOs zu leisten. Dieser Weg wurde immerhin mit dem Abschluss des Proof of Concept geebnet.

Der Impfpass als Beispiel für ein MIO

In der elektronischen Patientenakte sammeln sich alle Daten rund um den Patienten. Im Grunde soll das die Zettelwirtschaft ersetzen, sodass alle Informationen zusammengetragen und überall abrufbar sind. Medizinische Informationsobjekte sind einzelne Nachweise bzw. Dokumente wie eben der Impfpass.
Der Impfpass enthält medizinische Informationen zum Patienten, wie Erkrankungen, relevante und erhaltene Impfungen und zeitliche Daten. Da einige Informationen auch für andere Informationsobjekte wichtig sind, hat die KBV „Basis-Profile“ erstellt, die Dokumenten-übergreifend geltend. Zum Beispiel „Patient/-in, Körperkenngröße oder die Diagnose“. Im Profil „Patient/-in“ steht dann der Name, die Adresse und das Geburtsdatum. Diese Bausteine bleiben stets gleich.
Den MIO Impfpass gibt es nun seit 2020 als der erste Covid-19-Impfstoff hergestellt und der digitale Impfausweis in Umlauf gebracht wurde. Die Vorteile davon waren, dass man den gelben Impfpass in Papierform nicht mehr überallhin mitnehmen musste. Außerdem werden die Impfdaten automatisch im zentralen Impfregister gespeichert.

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