Bitmarck-Report ePA-Logins seit Mai 2025 vervierfacht

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Die elektronische Patientenakte (ePA) verzeichnet seit ihrer Einführung im Mai einen deutlichen Nutzungsschub. Sowohl Versicherte als auch Leistungserbringer greifen verstärkt auf die digitale Lösung zu, wie aktuelle Zahlen des Healthcare-IT-Dienstleisters Bitmarck zeigen.

Die aktuellen Zugriffszahlen auf die ePA geben Anlass zur Hoffnung, dass die E-Akte gut angenommen wird.(Bild:  BITMARCK)
Die aktuellen Zugriffszahlen auf die ePA geben Anlass zur Hoffnung, dass die E-Akte gut angenommen wird.
(Bild: BITMARCK)

Die elektronische Patientenakte (ePA) etabliert sich zunehmend im deutschen Gesundheitswesen. Nach eigenen Angaben betreibt der IT-Dienstleister Bitmarck die digitale Akte für etwa ein Drittel der gesetzlich Versicherten in Deutschland. Die erhobenen Daten zeigen, dass „die“ ePA-App nicht nur heruntergeladen, sondern auch regelmäßig verwendet wird.

Bis Mai 2025 verzeichnete Bitmarck 1,1 Millionen Logins durch Versicherte, seither hat sich die Zahl der Anmeldungen auf 4,5 Millionen vervierfacht. Für einen zwischenzeitlichen Schub hat wohl die seit Oktober geltende Nutzungspflicht für Arztpraxen gesorgt. Gemessen an einem Ausgangswert von 2,9 Millionen Logins bis Oktober legte deren Zahl um immerhin 57 Prozent zu.

Der Dokumentenaustausch durch die Leistungserbringer verzeichnet ebenfalls einen deutlichen Zuwachs. Aktuell liegen laut Bitmarck etwa 17,7 Millionen Uploads und 8,7 Millionen Downloads vor. Seit Anfang Oktober stiegen die Uploads damit um 98 Prozent (Ausgangswert: 8,9 Millionen), während sich die Downloads sogar um 160 Prozent erhöhten (Oktober: 3,3 Millionen). Die elektronische Medikationsliste (eML) wurde seit Jahresbeginn mehr als 130 Millionen Mal abgerufen, was gemessen am Ausgangswert von Anfang Oktober, als Bitmarck 70,5 Millionen Zugriffe registrierte, einen Anstieg von 85 Prozent bedeutet.

Andreas Strausfeld, Vorsitzender der Bitmarck-Geschäftsführung, sieht die ePA im Versorgungsalltag angekommen: „Für immer mehr Versicherte entfaltet die Akte ihre Vorteile: bessere Versorgung und Transparenz über die eigenen Daten.“ Er freue sich, dass auch Leistungserbringende die Vorteile erkannt hätten und die ePA regelhaft nutzten. Gleichzeitig warnt er davor, diese positive Entwicklung durch IT-seitige Sparvorhaben auszubremsen.

Die Zahl der aktiv nutzenden Leistungserbringer-Institutionen stieg von 60 Prozent im September auf 85 Prozent aller rund 160.000 Einrichtungen. Die technische Infrastruktur erwies sich dabei als stabil. Die Verfügbarkeit des von Bitmarck und RISE entwickelten Fachdienstes in der Telematikinfrastruktur lag in den Monaten September bis November bei durchschnittlich 99,8 Prozent, so der IT-Dienstleister.

Für 2026 sind weitere Funktionserweiterungen geplant. Der digital gestützte Medikationsprozess soll integriert werden, um Transparenz und Sicherheit bei der Arzneimittelverschreibung zu erhöhen. Krankenhäuser müssen ihre Informationssysteme an die Telematikinfrastruktur anschließen. Zusätzlich werden Leistungserbringer aus den Bereichen Heil- und Hilfsmittel eingebunden, wodurch sich der Kreis der Zugriffsberechtigten erweitert.

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